Nach Lynchattacke: Polizei nimmt weitere neun Drusen fest

Die israelische Polizei hat heute bekannt gegeben, dass sie neun weitere Verdächtige im Zusammenhang mit der Lynchattacke Ende Juni auf den Golanhöhen festgenommen hat. Die in Gewahrsam genommenen Drusen stehen unter Verdacht, einen Krankenwagen attackiert zu haben, in dem ein verwundeter Syrer transportiert wurde. Kurz zuvor soll ein weiterer syrischer Mann von ihnen zu Tode geprügelt worden sein.

Nach Lynchattacke: Polizei nimmt weitere neun Drusen fest

Die israelische Polizei hat heute bekannt gegeben, dass sie neun weitere Verdächtige im Zusammenhang mit der Lynchattacke Ende Juni auf den Golanhöhen festgenommen hat. Die in Gewahrsam genommenen Drusen stehen unter Verdacht, einen Krankenwagen attackiert zu haben, in dem ein verwundeter Syrer transportiert wurde. Kurz zuvor soll ein weiterer syrischer Mann von ihnen zu Tode geprügelt worden sein.

Bei dem Angriff wurden außerdem zwei Soldaten – beide ebenfalls Drusen – verwundet, die versucht hatten, die syrischen Männer zu schützen. Der Vorfall ereignete sich in Nordgaliläa, wo die rebellischen Drusen eine Straße blockierten und Steine auf den Krankenwagen warfen. Laut syrischen Quellen gehörten die Syrer im Krankenwagen zur Terrororganisation al Kaida – Israel wiederum ist der Ansicht, dass es sich um syrische Zivilisten handelte.

Ein Polizeisprecher versicherte, dass „alle Teilnehmer dieser grausamen Aktion dingfest gemacht werden“. Ministerpräsident Netanjahu verurteilte den Vorfall als beispiellose Lynchattacke. Auch der Führer der Drusen in Israel, Scheich Moafaq Tarif, gab sein Missfallen über die Gräueltat bekannt.

Die Drusen sind eine eigenständige Religionsgemeinschaft. Sie leben vor allem im Libanon, Syrien und Israel. Die israelischen Drusen fordern von Israel mehr Schutz für ihre Verwandten in Syrien. Israel möchte sich jedoch aus dem Bürgerkrieg im Nachbarland heraus halten und beschränkt sich darauf, verwundete Syrer zu behandeln – unabhängig davon, auf welcher Seite sie im Bürgerkrieg kämpfen.

Foto: Basel Awidat (Flash90).

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