Minister möchte für Einwanderer aus Frankreich Siedlungen ausbauen

Wohnungsbauminister Uri Ariel (Foto) will den Ausbau jüdischer Siedlungen im sogenannten Westjordanland vorantreiben, um jüdische Einwanderer aus Frankreich dort unterzubringen. „Es gibt keinen Zweifel, dass sich die französischen Juden mit dem Siedlungsbauvorhaben in Judäa und Samaria identifizieren und sich dort eine Heimat aufbauen möchten“, erklärte der Minister. Er bat die Behörden, schnell nach geeigneten Siedlungen zu suchen, die erweitert werden können, und neue Areale aufzutun, um diese zu bebauen.

Minister möchte für Einwanderer aus Frankreich Siedlungen ausbauen

Wohnungsbauminister Uri Ariel (Foto) will den Ausbau jüdischer Siedlungen im sogenannten Westjordanland vorantreiben, um jüdische Einwanderer aus Frankreich dort unterzubringen. „Es gibt keinen Zweifel, dass sich die französischen Juden mit dem Siedlungsbauvorhaben in Judäa und Samaria identifizieren und sich dort eine Heimat aufbauen möchten“, erklärte der Minister. Er bat die Behörden, schnell nach geeigneten Siedlungen zu suchen, die erweitert werden können, und neue Areale aufzutun, um diese zu bebauen.

Uri Ariel (62) gehört der rechtsgerichteten Partei „Jüdisches Heim“ an und gilt als besonders siedlerfreundlich.

Premierminister Benjamin Netanjahu sagte, er glaube fest daran, dass Juden das Recht haben, in anderen Ländern sicher zu leben. Aber tief in ihrem Herzen wüssten sie, dass nur ein Land das Ihre ist – der Staat Israel: „Ihre historische Heimat, die sie immer akzeptieren und mit offenen Armen empfangen wird.“

Die Einwanderung von französischen Juden nach Israel hat sich im Jahr 2014 mit fast 7000 Menschen gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt. Netanjahu twitterte nach der Attacke am Freitag an alle Juden in Frankreich und Europa: „Der Staat Israel ist eure Heimat.“ Er wiederholte das bei seiner Ansprache an die jüdische Gesellschaft in Frankreich.

Allein am Montag trafen 24 Neueinwanderer aus Frankreich am Ben Gurion-Flughafen ein. Unter ihnen waren Familienangehörige von Yohan Cohen, der bei den Terrorangriffen in Paris ums Leben gekommen war.

Verteidigungsminister Moshe Ya’alon unterstrich, dass Juden in Europa in Gefahr seien und der sicherste Platz für sie sei Israel. „Die jüdische Gemeinde, nicht nur in Frankreich, sondern auch in Belgien und anderswo, wie Schweden, wird angegriffen, es ist ein kombinierter islamistischer antisemitischer Angriff“, erklärte er in den Fernsehnachrichten von Channel 2. „Wir wissen, wenn der radikale Islamismus in Europa sein Haupt erhebt, dann werden die Juden als erstes in Gefahr sein.“

Der prominente Rabbiner Menachem Margolin, Generaldirektor der Europäischen Jüdischen Vereinigung, will Juden in Europa den Besitz von Waffen erleichtern. In einem Brief an alle Staaten der Europäischen Union setzt er sich dafür ein, den Mitgliedern jüdischer Gemeinden Waffenscheine auszustellen. Auch für das erforderliche Training müsse gesorgt werden, damit sich die Juden gegen Angriffe verteidigen könnten.

Die israelische Regierung möchte die Einwanderung aus Frankreich voran treiben. So soll dafür nicht nur die Werbetrommel gerührt werden, auch das Einwanderungsprozedere selbst soll erleichtert werden. Darüber hinaus möchte die Regierung französische Diplome und andere Abschlüsse einfacher anerkennen.

Minister Yoel Razvozov, zuständig für Einwanderung und die Angelegenheiten von Juden in der Diaspora, forderte eine Dringlichkeitssitzung einzuberufen. Israel müsse bereit sein, die Juden aus Frankreich und aus der ganzen Welt im Angesicht des wachsenden Terrors so schnell wie möglich aufzunehmen.

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