Mila, Ido, Michael und Ilana – Die Opfer des Terroranschlags von Tel Aviv

Vier Menschen sind bei dem Terroranschlag von Tel Aviv am Mittwochabend ums Leben gekommen, als zwei Terroristen wahllos auf die Gäste zweier Restaurants schossen. Mila, Ido, Michael und Ilana werden nicht mehr nachhause kommen. Hier sind ihre Geschichten.

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Vier Menschen sind bei dem Terroranschlag von Tel Aviv am Mittwochabend ums Leben gekommen, als zwei Terroristen wahllos auf die Gäste zweier Restaurants schossen. Mila, Ido, Michael und Ilana werden nicht mehr nachhause kommen. Hier sind ihre Geschichten.

Ido Ben-Ari, 42, aus Ramat-Gan, saß mit seiner Frau und zwei Kindern im beliebten Frühstücks-Restaurant Benedict als die Terroristen das Feuer eröffneten. Ido kam ums Leben, seine Frau wurde verletzt und ist im Krankenhaus. Reut, die Schwester von Ido, erzählte, dass der Sohn nicht am ausgewählten Platz sitzen wollte, am Ende aber nachgab. Ido war Reservist einer Elite-Einheit der Armee. Sein Bruder sagte, dass Ido ein wunderbarer Bruder gewesen sei und ein geliebter Familienvater. Er arbeitete in einer leitenden Stelle bei Coca-Cola. Er sei bei seinen Kollegen sehr beliebt gewesen, ergänzte die Schwester. „Das Leben unserer Eltern ist zerstört, nichts wird mehr so sein, wie es war“, sagte sein Bruder. „Ido war ein lustiger Mensch und jeder liebte es, in seiner Nähe zu sein.“

Mila Mishayev, 33, wollte bald heiraten. Sie war im Max Brenner-Café mit einer Freundin und wartete auf ihren Verlobten. Sie erlitt Schusswunden im Bein und schaffte es sogar noch, ihren Freund anzurufen und zu erzählen, was passiert war. Danach starb sie, da sie zuviel Blut verloren hatte. Der Bürgermeister der Stadt Ashkelon, der Heimatstadt von Mila, sagte, dass Sozialarbeiter der Stadt in Kontakt mit den Eltern von Mila seien, um sie in ihrer schweren Zeit zu unterstützen.

Dr. Michael Feige,58 aus Ramat-Gan, war Soziologe und Anthropologe und war Leiter der Israelischen Studien an der Ben-Gurion-Universität. Er hat mehrere Bücher veröffentlicht und war Gewinner des Preises der „Gesellschaft für Israelische Studien“ für das beste Buch des Jahres 2010. Er hinterlässt seine Frau Nurit und drei Töchter. Seine Kollegen an der Universität waren schockiert über den Tod ihres beliebten Kollegen. „Michael war ein Freund, Gelehrter und Lehrer,“ sagten sie. „Sein Tod ist ein großer Verlust für unsere Universität.“

Ilana Nava, 39, aus Tel Aviv, hinterlässt ihren Ehemann und vier Töchter, die nun ohne ihre Mutter auskommen müssen. Eine Nachbarin erzählte: „Ilana war die beste Frau der Welt. Sie kümmerte sich liebevoll um das Haus und ihre Kinder. Und wenn ich einmal nicht zuhause war, kümmerte sie sich auch um meine Kinder. Ihre Tür war immer offen. Ich bin schockiert. Ich habe gerade mit ihrer Tochter gesprochen, sie ist 12 Jahre alt und hatte vor kurzem ihre Bat-Mitzva gefeiert. Ich habe meine Tochter zu ihr geschickt, denn die Kinder begreifen noch gar nicht, was passiert ist.“ Ilanas Ehemann, Alon, ein Polizist, und die Töchter versuchen mit der Tragödie klarzukommen. „Die Töchter stehen unter Schock,“ erzählte ein Verwandter. „Alon wusste, dass seine Frau dort war und als sie nicht am Telefon antwortete, fuhr er sofort zum Sarona-Komplex. Als er sie nicht fand, wurde er zum Krankenhaus geschickt. Dort bekam er die traurige Nachricht vom Tod seiner Frau. Heute früh kamen Sozialarbeiter, um sich um die Töchter zu kümmern.“

Seit Beginn der Terrorwelle im September vergangenen Jahres sind 38 unschuldige Menschen getötet worden, 500 wurden verletzt.

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