Luftwaffe vereinigt Spezialeinheiten

Die israelische Luftwaffe hat mehrere Spezialeinheiten zu einer neuen, schlagkräftigen Einheit zusammengefasst.

von Michael Selutin |
Foto: Moshe Shai/Flash90

Die neue Einheit heißt „der siebte Flügel der Spezialkräfte aus der Luft“, aber hinter diesem etwas klobigen Namen verbirgt sich höchste Effizienz im Einsatz der Luftwaffenkräfte. Zum neuen Flügel gehören die ehemalige Einheit 669, die für Suche und Rettung von Israelis, vor allem in feindlichen Gebieten, zuständig war. Ferner wird die Einheit Shaldag integriert, die Erkundungsmissionen in feindlichen Gebieten durchführt. Auch das Siebte Sqadron wird in den siebten Flügel integriert. Diese Einheit richtet in feindlichem Gelände improvisierte Landeflächen ein. Hinzu kommen ein eigener Nachrichtendienst und eine Schule für Spezialeinheiten.

Die Zusammenfassung der Spezialeinheiten schließt einen zweijährigen Reformprozess ab, der die Streitkräfte effizienter und schlagfähiger machen soll. Bisher haben die Einheiten innerhalb der Luftwaffe selbständig operiert, aber nun werden sie von einem Kommandeur geführt und zusammen am Luftwaffenstützpunkt Palmachim stationiert. Die Reform der Luftwaffe ist Teil einer Gesamtreform der israelischen Armee, die große Veränderungen im Militär durchführt, um sie an veränderte Realitäten anzupassen.

Die bisherige Helikopter-Einheit 699 ist Israels wichtigste Such-und Rettungseinheit, die auch bei zivilen Rettungsaktionen mitwirkt. Sie verfügt über amerikanische Black-Hawk-Hubschrauber. Beeindruckende Operationen hinter feindlichen Linien unter Beschuss retteten schon viele israelische Soldaten.

Die bisherige Einheit Shaldag, benannt nach dem Eisvogel, ist für die Erkundung im Feindesgebiet verantwortlich. Auch andere geheime Missionen wurden ihr anvertraut. An Orten, die die Luftwaffe angreifen will, werden Ziele markiert. Dazu werden Laser und andere fortschrittliche Technologien eingesetzt. Die Shaldag soll am Beschuss des syrischen Atomreaktors beteiligt gewesen sein, ebenso an der gezielten Tötung von Terroristen. Auch war die Einheit Teil der Operation Mose, die äthiopische Juden nach Israel brachte.

Über das Siebte Sqadron ist nur sehr wenig bekannt, aber Experten haben großen Respekt vor ihr. Diese Einheit improvisiert Flugplätze im feindlichen Gebiet. Inmitten von steiniger Wüste entstehen Landeflächen, sodass Soldaten und Ausrüstung dort abgesetzt werden können. Nach einem Einsatz wird der Ad-Hoc-Flugplatz spurlos beseitigt.

Man sieht, die technologischen Fortschritte, die Israel in allen Bereichen gelingen, werden auch im Militär umgesetzt und der qualitative Abstand zu feindlichen Streitkräften stetig ausgebaut.

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