Leviathan Bohranlage ist auf dem Weg nach Israel

Die Bohranlage, die das Naturgas aus einer der weltweit größten entdeckten Gasvorkommen vor der Küste Israels fördern soll, wird derzeit aus Texas über den Golf von Mexico per Frachtschiff nach Israel transportiert.

Das Projekt wurde nach dem Leviathan benannt, dem hebräischen Begriff für den Wal, der einst den Propheten Jona verschluckte. Es handelt sich um das größte Energieprojekt in der Geschichte des Staates Israel. Das Leviathan Gasfeld wurde im Jahr 2010 entdeckt, es befindet sich ca. 1500 Meter unter dem Meeresboden, rund 130 Kilometer von der Küste zwischen Haifa und Caesarea entfernt.

Das Leviathan Gasfeld hält zusammen mit dem nicht weit entfernten Tamar Gasfeld genug Erdgas bereit, um Israels Verbrauch 40 Jahre lang zu sichern. Ins Auge gefasst werden dabei auch neue Wirtschaftspartnerschaften mit Nachbarstaaten wie der Türkei, dem Libanon oder Ägypten.

Die Bohranlage samt Plattform, die etwa 10 Kilometer von der Küste entfernt aufgebaut und per 120 Kilometer langen Rohranlagen mit dem Erdgasfeld verbunden werden soll, wiegt rund 38.000 Tonnen und wurde von der Firma Nobel Energy gefertigt. Der Aufbau wird von einer der größten Marine-Krans der Welt durchgeführt werden. Die Erdgas-Plattform wird auch direkt mit Israel per Pipeline verbunden sein. Hierbei ist es möglich, dass Israels Energiesektor seine Stromproduktion fast ausschließlich mithilfe von Naturgas generiert, was wiederum die Luftverschmutzung in Israel erheblich senken wird. Erstmalig wird Israel als Energieexporteur eine wichtige Rolle spielen können. Noch vor Ende diesen Jahres werden erste Erdgasverkäufe innerhalb des israelischen Marktes als auch auf regionaler Ebene erwartet.

Ministeräsident Benjamin Netanjahu und Israels Energieminister Yuval Steinitz

Ministeräsident Benjamin Netanjahu und Israels Energieminister Yuval Steinitz bei einem Besuch der Leviathan-Gasfeld-Gasverarbeitungsanlage

.Ministeräsident Benjamin Netanjahu und Israels Energieminister Yuval Steinitz

Ministeräsident Benjamin Netanjahu und Israels Energieminister Yuval Steinitz bei einem Besuch der Leviathan-Gasfeld-Gasverarbeitungsanlage

Kommentare: