MitgliederKlug wie Schlangen (Teil 3)

Der Tag der Versöhnung und die Einstellung des Rechts

von Tsvi Sadan |
Foto: Graham Hobster / Pixabay

In „Klug wie Schlangen“ geht es um die Notwendigkeit, in gewissen Situationen moralisches Verhalten auszusetzen. In diesem letzten Teil möchte ich auf den Versöhnungstag (Jom Kippur) zu sprechen kommen, eine Art göttliche, moralisch nicht einwandfreie Geste. Denn immerhin zahlte Jesus als Unschuldiger den Preis für Vergehen, die er nicht begangen hatte. Der Moralkodex wohl jeder Gesellschaft würde Jesu Todesstrafe für ungerecht halten. Und doch besteht das Neue Testament darauf, dass sein Sterben gottgewollt war.

 

Die Auseinandersetzung mit der Moral Gottes ist nicht neu, von jeher tun sich Menschen damit schwer. So verstand beispielsweise weder Hiob Gottes Sinn für Moral noch der Autor des Buches Hiob. Dasselbe könnte man von Paulus sagen, der sich ins Vertrauen an Gott flüchtete, dessen Handeln zeitweise im Widerspruch zu seiner Güte zu stehen schien. Mit Worten aus Jesaja 45,9 erkennt der Apostel demütig an, dass Gottes Sinn für Gerechtigkeit jedes Verständnis übertrifft (Römer 9,20).

 

Der Tag der...

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