Kampfaufruf: Hisbollah-Chef vergleicht IS mit Israel

Die Hisbollah-Miliz im Libanon ist zunehmend besorgt über den wachsenden Einfluss des Islamischen Staates (IS) in Syrien.

Kampfaufruf: Hisbollah-Chef vergleicht IS mit Israel

Die Hisbollah-Miliz im Libanon ist zunehmend besorgt über den wachsenden Einfluss des Islamischen Staates (IS) in Syrien. Laut israelischer Medien hat der Chef der schiitischen Hisbollah, Hassan Nasrallah, die sunnitische Terrorgruppe als einen „ebenso mächtigen Feind wie Israel“ bezeichnet.

„Die Anführer des IS sind Mörder”, äußerte sich Nasrallah. „Sie zerstören alles, was ihnen begegnet. Sie töten hunderte Menschen mit einem Schlag, so wie auch jetzt in Palmyra. Ihr Terror ist in der Geschichte beispiellos und hat die Menschheit selbst zum Ziel. Sie sind eine Gefahr für alle. Niemand sollte vor ihnen den Kopf in den Sand stecken. Wir fordern jeden im Libanon und der gesamten Region dazu auf, Verantwortung zu übernehmen, der Gefahr zu begegnen und das Schweigen, Zögern und die Neutralität zu beenden.“

Der IS sei genauso „böse wie die Israelis“, fuhr Nasrallah fort. Aber die „Kräfte des Guten“ werden den Kampf gegen den IS gewinnen, so wie sie auch gegen Israel gewonnen hätten. „Die Länder dieser Region haben bereits Israel und die USA geschlagen. Der IS ist nicht stärker als die beiden“, so Nasrallah. Weiterhin stufte er die amerikanischen Angriffe gegen den IS als nutzlos und zu schwach ein. Nur die Hisbollah sei in der Lage, den Libanon verteidigen können. „Wir kämpfen Seite an Seite mit unseren syrischen Brüdern“, erklärte Nasrallah. „Zusammen mit ihnen werden wir an allen Orten in Syrien, die es braucht, um den Kampf zu gewinnen, präsent sein. Wir werden den Südlibanon aber nicht evakuieren, sondern die Augen weiterhin auf unseren größten Feind Israel richten und diesen Kampf nicht aufgeben. Aber wir werden auch gegen den IS und somit an zwei Fronten kämpfen.“

Nasrallahs Rede wurde vor tausenden Anhängern auf einer Großleinwand in Nabatäa übertragen. Anlass war der 15. Jahrestag des israelischen Rückzugs aus dem Südlibanon im Jahr 2000.

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