Juden Frankreichs, „kommen nach Hause“

Die Anti-Defamation League (ADL) hat vor kurzem eine Veranstaltung ausgeführt, um dem Jahrestag der Angriffe auf die Charlie Hebdo Redaktion und den Koscheren Supermarkt in Paris zu gedenken und gleichzeitig die französischen Juden anzuerkennen, die deswegen nach Israel ausgewandert sind.

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Die Anti-Defamation League (ADL) hat vor kurzem eine Veranstaltung ausgeführt, um dem Jahrestag der Angriffe auf die Charlie Hebdo Redaktion und den Koscheren Supermarkt in Paris zu gedenken und gleichzeitig die französischen Juden anzuerkennen, die deswegen nach Israel ausgewandert sind.

Die Veranstaltung wurde vom französischen Botschafter in Israel, Patrick Maisonnave (im Bild), besucht, sowie vom ehemaligen Botschafter Israels in Frankreich, Daniel Shek. Auch dabei war der Manager des koscheren Supermarkts, Patrice Valid, der bei dem Angriff verletzt wurde.

Maisonnave erklärte den Besuchern, dass „der radikale Islam unser gemeinsamer Feind“ sei und „Terrorismus, Terrorismus ist, egal wo er stattfindet“. In der Nacht zuvor hatte der französische Innenminister Manuel Valls gesagt, dass es keine Rechtfertigung für die Angriffe gäbe.

Patrice Valid, der mittlerweile nach Israel gezogen ist, erinnerte sich an die Ereignisse des damaligen Tages: „Der Terrorist machte uns große Angst. Er wollte uns töten, weil wir Juden waren,“ erklärte er. „Aber ich bin nicht aus Angst nach Israel gezogen. Ich bin nach Hause gekommen.“

Carole Nuriel, Direktorin von ADL in Israel, sagte, dass es jetzt deutlich sei, dass der Antismitismus in Europa und der antiwestliche Terrorismus nichts mit dem israelisch-palästinensischen Konflikt zu tun haben, wie so oft behauptet wird.

„Der Konflikt ist nur eine Ausrede,“ sagte Nuriel. „Es ist sehr wichtig zu verstehen, dass sich Antisemitismus nicht nur gegen Juden wendet, sondern auch gegen die Gesellschaft, in der er aufkommt.“

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