Jemand anders hätte dafür den Nobelpreis bekommen Avi Ohayon/GPO
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Jemand anders hätte dafür den Nobelpreis bekommen

Um einen Friedensnobelpreis zu erhalten, muss man wahrscheinlich den passenden Namen dafür haben.

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Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat mithilfe seines Kompagnons in Washington, US-Präsident Donald Trump, in nur zwei Monaten das erreicht, wovon seine Vorgänger bisher nur zu träumen wagten. Vier arabische Länder im Nahen Osten haben mit Israel historische Friedensabkommen geschlossen, mit weiteren wird derzeit hinter geschlossenen Türen verhandelt.

Ich bin mir sicher, dass der ehemalige US-Präsident Barack Obama für denselben Erfolg garantiert für den Friedensnobelpreis nominiert worden wäre. Auch ein israelischer Staatschef mit anderem Namen hätte gewiss den Friedensnobelpreis erhalten. Im Jahr 2009 wurde Obama für viel weniger, andere sagen für Nichts, der Friedensnobelpreis verliehen. Das Nobelkomitee wählte damals Obama für seine außergewöhnlichen Bemühungen, die internationale Diplomatie und die Zusammenarbeit zwischen Völkern zu stärken. Selbst Obama hat auf die Nachricht, dass er mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wird, ähnlich reagiert wie viele seiner Kritiker. „Wofür?“ war seine erste Reaktion gewesen, als ihm sein Pressesprecher im Oktober 2009 die Nachricht übermittelte.

Trump und Netanjahu scheinen in...

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