Ist dies das Ende des arabisch-israelischen Konflikts? Moshe Shai/Flash90
Konflikt

Ist dies das Ende des arabisch-israelischen Konflikts?

Mit der Normalisierung des Sudan mit Israel erleben wir den Beginn des Endes des Konflikts.

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Was wir derzeit erleben, scheint wie der totale Zusammenbruch des arabisch-israelischen Konflikts. Wenn man einmal betrachtet, was zwischen dem Sudan und Israel geschehen ist, wird deutlich, dass sogar das Ende des palästinensisch-israelischen Konflikts in Sicht ist.

 

Warum ist dieser Frieden mit dem Sudan so wichtig?

Hier sind 7 strategische Gründe, warum die Normalisierung dieser muslimischen Nation mit Israel von solchem Ausmaß ist.

 

Erstens: Dieses Ereignis hat symbolische Bedeutung.

Vor einem halben Jahrhundert, im Jahr 1967, nachdem die Araber im Sechstagekrieg von Israel vertrieben worden waren, versammelten sich die Staatschefs aller Nahoststaaten zu einem Gipfel in Khartum, um auf die Niederlage des jüdischen Staates zu reagieren.

Sie beschlossen:

  • Kein Frieden mit Israel
  • Keine Anerkennung Israels
  • Keine Verhandlungen mit Israel

In Khartum ist heute aus dem dreifachen „Nein“ folgendes geworden:

 

  • Ja zum vollen Frieden mit Israel
  • Ja zu Verhandlungen über die Ausweitung der Zusammenarbeit
  • Ja zur Anerkennung Israels als Nationalstaat des jüdischen Volkes

 

Auf symbolischer Ebene bedeutet diese Normalisierung den Beginn des Endes des arabisch-israelischen Konflikts. Das ist natürlich ein Schock für die Führer des palästinensischen Volkes, die von diesem Konflikt „erfunden“ wurden, um einen Keil zwischen Israel, der muslimischen Welt und der internationalen Gemeinschaft zu treiben. Dies hat zur Folge, dass wir uns dem Ende des israelisch-palästinensischen Konflikts nähern, der auf Lügen beruhte, die die Araber erfunden hatten und die nun auseinanderfallen.

 

Zweitens: Das Abkommen hat erstaunliches strategisches Potenzial.

Unter dem ehemaligen Diktator Omar Hassan al-Bashir war der Sudan ein Verbündeter von Iran und Hamas. Es ist kein Zufall, dass der Waffenstrom durch den Sudan nach Gaza ging. Durch die Sicherung der Beziehungen zu Israel wird der Sudan Teil einer ganz anderen Achse, und das ist eine gewaltige Verschiebung, die die gesamte Region betrifft.

 

Drittens: Israel ist jetzt ein wichtiger Akteur im Nahen Osten.

Der Sudan ist Israel gegenüber über die Jahre hinweg besonders feindselig gewesen. Der Übergang zu vollen diplomatischen Beziehungen mit dem jüdischen Staat, einschließlich der Flugverbindungen zwischen diesen Ländern, ist revolutionär und zeigt, wie stark Israel in den letzten Jahren gewesen ist. Israel muss nun als ein wichtiger Akteur im Nahen Osten betrachtet werden.

 

Viertens: Dieser Frieden erhöht den Zorn der Führer des palästinensischen Volkes noch mehr.

Schließlich haben sie immer darauf bestanden, dass bis zu einer Einigung über einen palästinensischen Staat niemand aus der arabischen Welt bereit wäre, sich mit Israel zu versöhnen. Diese Theorie ist nun zusammengebrochen, da ein Land nach dem anderen Brücken zu Israel baut.

 

Fünftens: Der Sudan liegt an den Ufern des Roten Meeres.

Direkt gegenüber Saudi-Arabien und dem Jemen gelegen, ist der Sudan ein strategischer Standort für Israel. Zuvor hatte Khartum die Türkei aufgefordert, eine Militärbasis auf einer zum Sudan gehörenden Insel im Roten Meer zu errichten. Dieser Plan ist gescheitert, aber die Annäherung an Israel ist nun zu einem weiteren schweren Schlag gegen Erdogans Plan geworden, das Osmanische Reich wieder zu errichten und sich selbst als „Sultan“ einzusetzen.

 

Sechstens: Nur ein paar tausend sudanesische „Flüchtlinge“ bleiben in Israel.

Die Menschenrechtsorganisationen, die Israel schaden wollen, haben die internationalen Gerichte belogen, indem sie sagten, wenn „Flüchtlinge“ in den Sudan zurückkehren würden, würden sie dort verfolgt, weil sie „aus Israel kamen“. Nun wird sie nichts daran hindern, in ihre Heimat zurückzukehren, auch die Menschen in Darfur nicht. Seit Anfang September dieses Jahres konnte dank der Vermittlung der VAE bereits eine Einigung über Darfur erzielt werden. Falsche Behauptungen und Geschichten über Israel als „Apartheid-Nation“ sind zu einem Witz geworden.

 

Siebtens: Der Feind von gestern kann jetzt zum Freund werden.

In den Bereichen Landwirtschaft, Sicherheit, Wirtschaft, Infrastruktur und natürlich der israelischen High-Tech-Industrie, die sich rasch auf der ganzen Welt ausbreitet, stehen nun weite Bereiche für eine Zusammenarbeit zwischen Israel und dem Sudan offen. Israels ständig wachsende Industrien expandieren weiterhin in neue und unberührte Märkte und verwandeln die jüdische Nation in ein internationales wirtschaftliches, politisches und innovatives Kraftzentrum.

Währenddessen versinken in Ramallah die Führer des palästinensischen Volkes in Trauer und Wut, während sie zusehen, wie die arabische Welt, ein Land nach dem anderen, die Beziehungen zu Israel normalisiert.

Die Politiker des palästinensischen Volkes haben 70 Jahre lang ihren Lebensunterhalt auf der Grundlage einer fiktiven „palästinensischen Sache“ verdient, die inzwischen überholt ist, und jetzt erleben sie das Ende des arabisch-israelischen Konflikts.

Meine Schlussfolgerung? Freude und Hoffnung für Israel und alle Freunde des jüdischen Staates, aber Trauer und Verzweiflung für die Feinde Israels!

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