Israels Wohnungspreise steigen und steigen

Trotz aller Gefahren in und um Israel, steigen im Land die Wohnungspreise. Der umstrittene Boden im Heiligen Land ist knapp.

von Aviel Schneider |
Neubau in Herzliya. Die Wohnungspreise steigen weiter, trotz Corona Foto: Gili Yaari/Flash90

Die Immobilienpreise in Israel sind in den letzten zehn Jahren im Durchschnitt um 36 Prozent gestiegen, in einigen Städten sogar bis 50 Prozent. Dies berichtete kürzlich die israelische Tageszeitung Jediot Achronot, die dafür einen führenden Immobilien-Gutachter einsetzte. Nachdem im Jahr 2020 die Immobilienpreise in Israel ein wenig fluktuiert hatten, kann jetzt festgestellt werden, dass die Pandemie den Immobilienmarkt in Israel nicht erschüttert hat. Im Gegenteil, in Israels südlicher Küstenstadt Aschkelon beispielsweise, die nur neun Kilometer vom Gazastreifen entfernt liegt und im letzten Gazakrieg heftig mit Raketen angegriffen worden ist, sind die Wohnungspreise in den letzten zehn Jahren um 52 Prozent gestiegen. Kostete dort im Jahr 2011 eine Vier-Zimmer-Wohnung noch um die 210.000 Euro, so wird für dieselbe Wohnung heute 319.000 Euro bezahlt. Trotz der Nähe zum Gazastreifen ist Aschkelon ein attraktives Ziel für israelische Investoren und Familien, die dort ihr Geld in neue Wohnungen anlegen, deren Preise im Laufe der Jahre steigen. An zweiter Stelle kommt die Küstenstadt Herzliya, in der die Wohnungspreise um 50 Prozent gestiegen sind und an dritter Stelle kommt die Stadt Rehovot mit 48 Prozent. 

Die Nachfrage lässt die Wohnungspreise weiter ansteigen

Die Zahlen zeigen ganz klar, dass junge Familien und Investoren Wohnungen in den Peripherien suchen, was zum Merkmal des letzten Jahrzehnts geworden ist. Der Wertanstieg für Immobilien findet also außerhalb der beliebten Nachfragegebiete statt“, erklärte der israelische Gutachter Ehud Danos. „Käufer und Investoren suchen nach dem nächsten günstigen Ort und sorgten für Preiserhöhungen am Rande der üblichen Wohnzentren. Was in der Stadt Herzliya geschieht, ist außergewöhnlich, aber am Ende ist auch Herzliya eine Art Randgebiet von Tel Aviv, obwohl diese Stadt relativ teuer ist. Derselbe Trend, nur mit Leuten mit mehr Geld.“

An fünfter Stelle liegt Israels Metropole Tel Aviv, in der die Preise in den letzten zehn Jahren um 36 Prozent gestiegen sind. In Haifa, Petah Tikva, Eilat und Jerusalem sind die Preise ebenso gestiegen, aber relativ weniger als die bisher erwähnten Wohnorte im Land. In Israels ewiger vereinter Hauptstadt Jerusalem sind die Preise um etwa 20 Prozent gestiegen. Im Jahr 2011 kostete eine Vier-Zimmer-Wohnung etwa 425.000 Euro, heute steht der Preis bei 500.000 Euro.

Auch Jerusalem wird immer teurer. Vier Zimmer für eine halbe Million Euro.

Trotz aller Gefahren in und um Israel, steigen im Land die Wohnungspreise. Der umstrittene Boden im Heiligen Land ist knapp, zudem steht Israels Bevölkerungswachstumsrate bei 1,78 Prozent (Quelle: Weltbank). Dazu müssen auch die jährlichen Neueinwanderer hinzugezählt werden, zwischen 30.000 bis 50.000 im Jahr.   

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