Israelisch-jordanischer Streit beigelegt – Netanjahu bedankt sich bei den USA

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat sich am Samstagabend bei den USA für ihre Bemühungen, die Krise zwischen Israel und Jordanien zu beenden, bedankt.

von | | Themen: Benjamin Netanjahu

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat sich am Samstagabend bei den USA für ihre Bemühungen, die Krise zwischen Israel und Jordanien zu beenden, bedankt.

Auslöser der Krise war ein Vorfall im vergangenen Juli auf dem Gelände der israelischen Botschaft in Amman. Ein 17 Jahre alter Jordanier, der Möbel geliefert hatte, griff einen israelischen Diplomaten mit einem Schraubenzieher an und verletzte ihn. Daraufhin eröffnete der israelische Wachmann das Feuer, bei dem nicht nur der Angreifer, sondern auch der Vermieter der Wohnung ums Leben kamen.

Jordanien hatte danach gefordert, den Wachmann auszuliefern und den ihren Behörden die Untersuchung des Vorfalls zu überlassen. Doch der Wachmann genießt als Diplomat die Immunität. Als dieser dann in Jerusalem von Ministerpräsident Netanjahu mit offenen Armen empfangen wurde, erreichten die jordanisch-israelischen Beziehungen einen Tiefpunkt.

Das Video, das die Jordanier verärgert hatte: Netanjahu empfängt die israelische Botschafterin und den Wachmann.

Im Rahmen der jetzt erreichten Einigung hat sich Israel verpflichtet, den Vorfall weiterhin zu untersuchen. Auch hat Israel den Vorfall offiziell bedauert und wird die Familien der Opfer finanziell entschädigen. Diese hätten Berichten zufolge die israelische Entschuldigung und die Entschädigungszahlung akzeptiert.

Bei den Verhandlungen um eine Lösung der Krise haben beide Länder auch einen weiteren Streit beigelegt. Hier ging es um die Tötumg eines jordanischen Richters, der im Jahr 2014 an einem Übergang zum sogenannten „Westjordanland“ versuchte, israelische Soldaten anzugreifen. Nach dem Angriffsversuchs des Jordaniers eröffneten die Soldaten das Feuer, wodurch der Angreifer ums Leben kam. Auch in diesem Fall entschuldigte sich Israel und wird seine Familie finanziell entschädigen.

„Der Ministerpräsident bedankte sich bei Jared Kushner und Jason Greenblatt für ihrem Einsatz hinter den Kulissen bei der Hilfe, die Krise mit Jordanien zuende zu bringen“, veröffentlichte das Büro des Ministerpräsidenten auf dem offiziellen Twitterkonto.

Netanjahu machte am Wochenende klar, dass Israel sein Bedauern für den Vorfall in der Botschaft ausgedrückt, sich aber nicht dafür entschuldigt habe.

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