Israel nimmt Abschied

Heute früh ist der Sarg von Shimon Peres auf dem Platz vor der Knesset, dem Israelischen Parlament, aufgebahrt worden, um der Öffentlichkeit die Möglichkeit zu geben, sich vom ehemaligen Staatspräsidenten zu verabschieden und ihm die letzte Ehre zu erweisen.

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Heute früh ist der Sarg von Shimon Peres auf dem Platz vor der Knesset, dem Israelischen Parlament, aufgebahrt worden, um der Öffentlichkeit die Möglichkeit zu geben, sich vom ehemaligen Staatspräsidenten zu verabschieden und ihm die letzte Ehre zu erweisen.

Nach Eintreffen des Sarges fand eine Zeremonie statt, in der Vertreter des Staates Israel Kränze ablegten. Neben Staatspräsident Reuven Rivlin und Ministerpräsident Benjamin Netanjahu legten weitere Vertreter der Regierung Kränze am Sarg von Peres nieder. Auch der Vorsitzende der Knesset, Yuli Edelstein verabschiedete sich von Peres und sagte: „Heute fühle ich, dass ich mich nicht nur von einem Familienmitglied der Familie „Israel“ verabschiede, sondern vom Familienoberhaupt selbst. Wir ehren nicht nur den neunten Präsidenten des Staates Israel, nicht nur den ehemaligen Ministerpräsidenten, sondern auch einen ehemaligen Knesset-Abgeordneten, der für 48 Jahre, eine beispiellose Zahl, seinem Land gedient hat. Ich bezweifle, dass es jemals jemanden gelingen wird, diesen Rekord zu brechen. Die Geschichte von Shimon Peres ist die Geschichte des Staates Israel der vergangenen 100 Jahre.“

Nach der Zeremonie wurde der Vorplatz der Knesset für das Publikum eröffnet. Bis heute Abend haben die Bürger Gelegenheit, am Sarg von Shimon Peres vorbeizugehen und sich von ihm zu verabschieden.

Unterdessen laufen die Vorbereitungen für die Bestattungszeremonie, die morgen früh (Freitag) auf dem Herzlberg stattfinden wird, auf Hochtouren. Mehr als 7000 Polizisten sind in der Stadt Jerusalem stationiert worden, um für einen reibungslosen Ablauf der größten Operation, die jemals in Israel stattgefunden hat, zu sorgen. Schon heute wurden die Straßen, die zum Parlamentsgebäude führen, für den Verkehr gesperrt. Auch sind bereits die ersten Gäste für die morgige Bestattung eingetroffen, wie der ehemalige US-Präsident Bill Clinton, der bereits am Sarg von Peres war und sich von ihm verabschiedet hat.

Mehr als 70 private Flugzeuge von Staatsoberhäupten und weiteren Persönlichkeiten aus der ganzen Welt werden heute am Ben-Gurion-Flughafen erwartet. Unter den Gästen werden US-Präsident Barak Obama und auch der deutsche Bundespräsident Joachim Gauck sein.

Die Schnellstraße 1 wird zwischen dem Flughafen und Jerusalem zeitweise gesperrt werden. Morgen werden weitere zentrale Straßen in Jerusalem gesperrt werden, die Schnellstraße 1 wird in beide Richtungen für den Verkehr gesperrt werden, wenn die zahlreichen Gäste wieder zurück zum Flughafen fahren werden. Keine leichten Tage. Israel verabschiedet sich, kurz vor Beginn des neuen Jüdischen Jahres, von dem letzten Vertreter der Generation, die am Aufbau des Staates Israel beteiligt gewesen waren.

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