Ich schreibe diese Worte am 29. November, dem Tag, an dem die UNO für die Resolution 181 gestimmt hat, die die moderne Erscheinungsform des jüdischen Staates ins Leben gerufen hat. An diesem Tag vor 74 Jahren wurde die Vision von Benjamin Zeev Herzl verwirklicht, die er 1897 auf dem ersten Zionistenkongress in Basel, Schweiz, formuliert hatte. Nach diesem Kongress, der 50 Jahre vor der Gründung des jüdischen Staates stattfand, sagte Herzl seine berühmten Worte: „In Basel habe ich den jüdischen Staat gegründet. Würde ich das heute laut sagen, würde ich von der ganzen Welt ausgelacht. In fünf Jahren vielleicht, und sicher in fünfzig Jahren, wird es jeder wahrnehmen.“
Aus Gründen, die hier nicht erörtert werden können, ist Herzl vor allem als assimilierter Jude bekannt, der nach der Dreyfuss-Affäre, die nur vier Jahre vor dem Basler Kongress begann, seine jüdische Identität wiedererlangt hatte. Aus seinen Tagebüchern und Reden geht jedoch hervor, dass er als Jude aufwuchs, der von Kindheit an von seinem Großvater Simon Loeb Herzl, dem...
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