Israel in höchster Alarmbereitschaft, Öffentlichkeit fordert härteren Kampf gegen den Terror

Schulausflüge wurden abgesagt, viele Israelis haben Angst, auf die Straße zu gehen, einige Städte weisen palästinensische Arbeiter ab

von Ryan Jones | | Themen: Terror, ISIS
Israelische Demonstranten fordern einen härteren Kampf gegen den Terror und sogar "Rache", wie auf dem kleinen roten Schild zu lesen ist, inmitten einer neuen Welle des arabischen Terrors. Foto: Flash90

Nach einer Reihe von tödlichen Terroranschlägen in den letzten Tagen ist die israelische Öffentlichkeit plötzlich im „Kriegsmodus“, und es wird befürchtet, dass noch weitere Anschläge folgen werden.

Schulen haben Ausflüge abgesagt, viele Israelis haben Angst, auf die Straße zu gehen, und eine Reihe von Gemeinden hat angekündigt, Baustellen zu schließen, um palästinensische Arbeiter fernzuhalten.

Als Reaktion auf die Situation hat die israelische Polizei ihre Alarmstufe erhöht, und die israelische Armee hat die Sicherheitsbarriere zwischen dem sogenannten „Westjordanland“ und dem israelischen Kernland verstärkt.

Da zwei der jüngsten Anschläge von israelischen Arabern verübt wurden, hat Ministerpräsident Naftali Bennett auch einen internen Krieg gegen den Terror angekündigt, der sich gegen die Anhänger des Islamischen Staates (ISIS) und seiner Lehren richtet.

In Bnei Brak, wo sich der jüngste Terroranschlag am Dienstagabend ereignete, und an mehreren anderen Orten kam es zu Protesten, bei denen die Regierung aufgefordert wurde, härter gegen die inneren und äußeren Feinde des Landes vorzugehen.

 

Likud fordert Wiedereinberufung der Knesset

Während Bennett am Mittwoch sein Sicherheitskabinett einberufen wollte, um über die neue Terrorwelle zu beraten, fordert die oppositionelle Likud-Partei, die gesamte Knesset solle erneut zusammentreten, um sich mit der Situation zu befassen.

Der Abgeordnete Yariv Levin sandte einen Brief an den Vorsitzenden der Knesset, Mickey Levy, in dem er darauf hinwies, dass das Parlament unter den derzeitigen Umständen nicht länger in der Pause bleiben sollte.

 

Razzia im Haus des Bnei Brak-Schützen

Der Täter des jüngsten Terroranschlags, bei dem am Dienstagabend in Bnei Brak fünf Menschen ums Leben kamen, wurde als Diaa Hamarsheh identifiziert, ein 26-jähriger Palästinenser aus der Gegend von Jenin im nördlichen „Westjordanland“.

Über Nacht stürmten Sicherheitskräfte das Haus der Familie des Terroristen und verhafteten seinen Bruder. Eine Reihe weiterer Familienmitglieder und Bekannte wurden verhört.

Berichten zufolge versammelte sich ein großer Mob von Palästinensern vor dem Haus von Hamarsheh und stieß mit israelischen Soldaten zusammen. Verletzte soll es nicht gegeben haben.

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