Israel Heute Morgen

Zur Zeit scheint sich das Wetter nur hier in Jerusalem und in den Bergen im Norden einigermaßen der Jahreszeit entsprechend zu benehmen. Meine Themen heute morgen: Die Fluggesellschaft EL AL hat weiterhin Probleme mit ihren Piloten, wir Israelis sind Schuld an den zahlreichen Verkehrsunfällen, Israel beim Eurovision Song Contest für Kinder und natürlich das Wetter für heute in Israel.

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Guten Morgen liebe Leser!

Zur Zeit scheint sich das Wetter nur hier in Jerusalem und in den Bergen im Norden einigermaßen der Jahreszeit entsprechend zu benehmen. An der Küste um Tel Aviv herum ist es weiterhin sommerlich warm, viel zu warm für den Monate November. In Jerusalem lagen die Tiefsttemperaturen bei 14 Grad, im Norden sogar bei 12 Grad, aber in Tel Aviv blieb das Thermometer bei 21 Grad stehen, dass erreichen wir hier in Jerusalem noch nicht einmal am Mittag, wo die Höchsttemperatur heute bei 20 Grad liegen soll. In Tel Aviv wird es so richtig warm, satte 29 Grad, da kann man an den Strand gehen. Morgen sollen sich die östlichen Winde noch verstärken, es wird vor Sandstürmen im Süden gewarnt. Auch kann es dann Gewitter und vereinzelte Regenschauer geben. Ich weiss schon gar nicht mehr so richtig, was das ist, Regen. Man befürchtet, dass dieser Winter ein sehr trockener werden wird, der Wasserpegel des See Genezareth ist um weitere 2 cm gesunken.

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Meist bewölkt, für die Jahreszeit zu warm, besonders an der Küste. Im Norden und in den Bergen zum Teil starke östliche Winde. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 20 Grad, Tel Aviv 29 Grad, Haifa 24 Grad, Tiberias am See Genezareth 28 Grad, am Toten Meer 31 Grad, Eilat am Roten Meer 29 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist um weitere 2 cm gesunken und liegt bei -213.80 m unter dem Meeresspiegel.

Hier bei uns beschäftigen sich die Medien weiter mit den Themen von gestern. Die Piloten von EL AL streiten sich nach wie vor mit ihrem Arbeitgeber, wieder kam es zu Stornierungen von Flügen. Sieben Piloten haben gekündigt, sie haben keine Lust mehr. In zwei Wochen können sie mit einem Streik beginnen. Man weiß eigentlich gar nicht mehr, wer in diesem Streit der Schuldige ist. Heute früh wurde im Radio erklärt, dass das Problem der Langstreckenflüge und die Zahl der Piloten, die dort eingesetzt werden sollen, seit einem Jahr vor dem Gericht untersucht und bald ein Urteil erwartet wird. Es sei unverständlich, warum El AL ein Jahr lang problemlos vier Piloten bei den Langstreckenflügen einsetzte, und jetzt plötzlich nicht mehr die Geduld habe, auf das Urteil des Gerichts zu warten, sagte ein Mitglied der Gewerkschaft. Denn dann würde die Frage geklärt sein, ob man es den Piloten zumuten kann, auch für den Rückflug der Langstreckenflüge verantwortlich zu sein. Heute soll es zu einem Gespräch zwischen den Angestellten und der Verwaltung von EL AL kommen. Also abwarten. Schade, dass sich die EL AL gerade einen sehr schlechten Namen macht. Es gibt für einen Fluggast nichts schlimmeres als eine kurzfristige Stornierung seines Flugs. Ich persönlich fliege schon seit langem mit einer anderen Gesellschaft.

Gestern gab es einen enormen Kettenunfall mit vielen Verletzten. Ein Busfahrer hatte die Kontrolle über seinen Bus verloren und ist mit voller Geschwindigkeit in einen anderen Bus hineingefahren und hat dann noch weitere Autos beschädigt. Die meisten der über 60 Verletzten kamen mit leichten Verletzungen davon. Der Busfahrer und eine Frau verletzten sich etwas schwerer. Ich weiß nicht, wie man diesen ständigen Verkehrsunfällen in Ende bereiten kann. Gestern hätte es viel schlimmer ausgehen können. Es ist der Mensch, der hier versagt.

Auch heute auf meinem Weg nach Jerusalem sind mir viele Autofahrer aufgefallen, die einfach keine Geduld haben. Sie bedrängen andere mit der Lichthupe nach dem Motto „geh zur Seite, jetzt komme ich“. Dann fahren sie einen Slalom durch die Fahrbahnen. Unglaublich. Eine junge Fahrerin hatte mich heute früh derartig von hinten gedrängt, dass ich mit der Hupe reagiert habe. Danach, als sie dann voller Stolz an mir vorbeifuhr, bekam ich noch einen verachteten Blick von hier. Dann raste sie weiter und verschwand slalomfahrend zwischen den anderen Autos.

In der Knesset wird heute über ein Gesetzesentwurf beraten, der das gleichzeitige grüne Ampellicht für nach rechts abbiegende Autos und Fußgänger abschaffen soll. Dies sei sehr gefährlich und hätte in der Vergangenheit zu zahlreichen Unfällen geführt, so die Erklärung für das neue Gesetz. Ich stimme diesem Vorschlag zu, sicher ist Ihnen diese Situation auch bekannt. Und wenn man ein unnötiges Risiko vermeiden kann, sollte man es tun. In diesem Jahr sind leider schon 328 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen.

Und zum Abschluss noch etwas Nettes. Gestern hat in Malta der „Eurovison Lieder Wettbewerb“ (Eurovision Song Contest) für Kinder stattgefunden. 17 Länder haben daran teilgenommen und auch Israel war das zweite Mal dabei. Leider haben sie am Ende nur Platz 15 erreicht, aber eigentlich soll das Nebensache sein.

Hier das Lied, gesungen von den 13-jährigen Shir & Tim.

Damit verabschiede ich mich und wünsche Ihnen einen angenehmen Montag und einen guten Beginn der Arbeitswoche. Machen Sie es gut.

Shalom aus Jerusalem!

Dov

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