Israel Heute Morgen

21 Jahre! Erinnerungen an den Tag, der Israel für immer verändert hat und natürlich das Wetter für heute in Israel.

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Guten Morgen liebe Leser!

21 Jahre! Unglaublich, dass schon 21 Jahre vergangen sind seit dem Tag, der alles verändert hatte. Israel war nicht mehr das Land, was wir kannten. Ich erinnere noch ganz genau den Morgen danach, nach dem Mord an Itzhak Rabin, Ministerpräsident von Israel.

Der 4.Novemver 1995 war ein Shabbat. Ein ganz normaler Shabbat. Ein halbes Jahr vorher waren wir in unsere erste eigene Wohnung gezogen, unser ältester Sohn war gerade mal ein Jahr alt. Wir hatten den Shabbat zuhause verbracht.

Die politische Situation im Land war angespannt. Zahlreiche zum Teil verheerende Terroranschläge hatten seit 1994 das Land erschüttert, darunter der Anschlag auf einen Bus in der Dizengoff-Strasse im Oktober 1994, bei dem 22 Menschen ums Leben gekommen waren und der Anschlag bei Beit Lid im Januar 1995, wo 21 Menschen getötet worden waren. Diskussionen um eine eventuelle Rückgabe der Golanhöhen an Syrien und das im Jahr 1993 unterzeichnete Osloer Abkommen sorgten für Anspannungen in der israelischen Gesellschaft. Tausende demonstrierten auf den Straßen gegen Itzhak Rabin, so wie im Oktober 1995, als 100.000 Menschen in Jerusalem auf die Straßen gingen und gegen die Regierung unter Rabin demonstrierten. Unschöne Rufe wurden dort laut, wie „Mit Blut und Feuer, Rabin werden wir vertreiben“, „Rabin ist ein Verräter“, „Tod für Rabin“. Negativer Höhepunkt war ein Plakat mit Rabin in SS-Uniform. Den rechten Parteien wurde später vorgeworfen, mit für die Hetzte gegen Rabin verantwortlich gewesen zu sein.

Die Demonstration im Oktober 1995

Wir hatten diese Ereignisse mit Sorge verfolgt, doch niemals hatten wir gedacht, dass die Lage zu dem führen könnte, was dann am Abend des 4. November 1995 geschah. Im Fernsehen wurde von einer Friedensveranstaltung berichtet, wo zigtausende die Osloer Verträge und Ministerpräsident Rabin unterstützen. Eine Antwort auf die Demonstration von Jerusalem eine Woche zuvor. Am Ende sang Rabin zusammen mit der Sängerin Miri Aloni das Lied „Shir la Shalom“, das „Lied für den Frieden“. Die Übertragung wurde beendet. Wir hatten unseren Sohn schon ins Bett gebracht und dann noch einen Spielfilm angesehen, der nach der Übertragung aus Tel Aviv im zweiten Programm gesendet wurde. „Crocodile Dundee“ stand auf dem Programm. Dann plötzlich erschienen Untertitel, die eine aktuelle Nachrichtensendung vorhersagten. Kurz danach wurde der Film dann unterbrochen.

Es wurde von einem Anschlag auf Rabin berichtet, drei Schüsse seien auf ihn abgefeuert worden. Später kam dann die Nachricht vom Tod unseres Ministerpräsidenten Itzhak Rabin. Das Land war geschockt. Ich erinnere noch genau meinen Weg zur Arbeit am Morgen danach, ich sah in den Gesichtern der Menschen den Schock, den der Mord ausgelöst hatte.

Ich habe und werde diesen Tag nie vergessen. 21 Jahre ist es nun schon her. Die fast abgesagte Erinnerungsfeier auf dem Rabin-Platz in Tel Aviv hat gestern dann doch stattgefunden. Die Arbeitspartei, deren Vorsitzender Itzhak Rabin gewesen war, hatte die Organisierung übernommen.

Und nun, liebe Leser, zurück zur Gegenwart. Draußen ist es sonnig, nur ein paar Wolken ziehen über den Himmel. Am frühen Morgen ist es recht kühl, so dass ich erstmals einen Pullover angezogen habe. Doch schon ab morgen soll es deutlich wärmer werden, bis zu einer kleinen Hitzewelle am Mittwoch, wo es in Jeruslaem bis zu 27 Grad, in Modiin gar bis 29 Grad warm werden soll.

Und zum Schluss das Wetter für heute in Israel:

Heiter bis leicht bewölkt. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 20 Grad, Tel Aviv 24 Grad, Haifa 21 Grad, Tiberias am See Genezareth 26 Grad, am Toten Meer 29 Grad, Eilat am Roten Meer 27 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth liegt bei -213.735 m unter dem Meeresspiegel.

Jetzt wünsche ich Ihnen einen angenehmen Sonntag, machen Sie es gut.

Shalom aus Jerusalem!

Dov

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