Israel Heute Morgen

Es regnet noch immer und das ist auch gut so. Auch heute werfen wir wieder gemeinsam einen Blick auf die Titelseiten der Tageszeitungen, um zu sehen, über was heute hier im Land geredet wird. Dazu dann natürlich auch das heutige Wetter in Israel. Es ist recht kühl.

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Guten Morgen liebe Leser!

Es regnet noch immer und das ist auch gut so. In einigen Orten fiel sogar eine recht ordentliche Menge an Regen, besonders in Westgaliläa und in der Nähe von Rehovot in der Shfela-Gegend fielen um die 55 Millimeter Regen. Auch in Tel Aviv fielen anständige 43 Millimeter Regen. Jerusalem musste sich mit bescheidenden 13 Millimeter zufrieden geben. Aber dafür ist es hier recht kalt, momentan zeigt das Thermometer gerade mal 11 Grad an. In den anderen Regionen, besonders im Norden, fiel deutlich weniger Regen und das ist nicht gut für den Genezareth See. Der Wasserpegel ist trotz der Niederschläge um einen weiteren halben Zentimeter gesunken. Sollte es in diesem Monat nicht zu weiteren Regenfällen kommen, wird auch dieser Monat als ein regenarmer Monat zuende gehen. Der November war bis jetzt viel zu warm und trocken.

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Bewölkt mit vereinzelten Regenschauern vom Norden bis zum Negev. Für die Jahreszeit sehr niedrige Temperaturen. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 12 Grad, Tel Aviv 19 Grad, Haifa 17 Grad, Tiberias am See Genezareth 20 Grad, am Toten Meer 24 Grad, Eilat am Roten Meer 22 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist um einen halben Zentimeter gesunken und liegt jetzt bei -214.325 m unter dem Meeresspiegel.

Heute ist wohl der bislang kälteste Tag des Jahres (des jüdischen Jahres). So gehört es sich aber auch für die Jahreszeit. Auch am Wochenende soll es recht kühl bleiben, der Regen macht dann allerdings eine Pause.

Und nun lade ich Sie wieder ein, mit mir zusammen einen Blick auf die Titelseiten der Tageszeitungen zu werfen. Auch heute hat sich jede Zeitung ein anders Thema als Schlagzeile gewählt. Sonst wäre es ja auch langweilig.

Die Titelseiten von heute. Von links nach rechts: Maariv, Jediot Achronot, Israel Hayom

Die Zeitung Maariv berichtet auf fast der ganzen Titelseite vom Treffen des russischen Presidenten Putin mit dem syrischen Präsidenten Assad. “Das neue Syrien von Putin” lautet die Überschrift. Putin habe Assad gesagt, dass dieser politische Reformen durchzuführen habe. Später habe Putin dann Ministerpräsident Netanjahu von seinem Gespräch mit Assad berichtet. In Israel ist man sehr besorgt über diese engen Beziehungen zwischen Russland und Syrien. Heute kommt dann noch der türkische Präsident Erdogan dazu. Unten auf der Titelseite gibt es dann noch drei kleine Meldungen. “Heute: Teilweise Streik in den Oberstufen”, die Lehrer der Oberstufen streiken nur in vier Städten, in Eilat, Ashdod, Haifa und Akko. Mal sehen, ob morgen andere Städte betroffen sein werden. Eine weitere Überschrift berichtet von einer geplanten Pflegeversicherung für Kinder, “Pflegeversicherung für jedes Kind”. Eine wichtige Sache, man hätte sich schon längst darum kümmern müssen. Aber lieber später als gar nicht, wie man sagt. Und dann gibt es noch eine ganz wichtige Meldung. “x Faktor”. Hier geht es um das neue I-Phone X, das nun auch in Israel zum Verkauf angeboten wird. Die Zeitung hat das Handy getestet. Ich persönlich meine, dass man für ein Handy nicht so viel bezahlen muss, aber wem es gefällt…

Und nun kommen wir zur Zeitung Jediot Achronot. Hier nimmt die Untersuchung der Notaufnahme-Stationen der Krankenhäuser im Land durch die Zeitung den grössten Platz ein. Heute wird eine Bewertung der verschiedenen Krankenhäuser veröffentlicht. “Bewertung der Notaufnahme-Stationen”. Dabei wurden 11.000 Patienten in 27 Krankenhäuser untersucht. Sie wurden gefragt, ob sie mit der Behandlung zufrieden waren, es wurde untersucht, in welchem Krankenhaus man am längsten warten muss und wie die Bedingungen sind. Oft sind die Krankenhäuser leider überfüllt, die Krankenbetten stehen in den Korridoren. Man bräuchte einfach mehr Krankenhäuser. Oben auf der Titelseite berichtet die Zeitung dann auch von dem Streit um Breaking the Silence. “Staatsanwaltschaft: Der Fall könnte neu aufgenommen werden”. Es geht hier darum, ob der Sprecher der Organisation nun einen Palästinenser während seiner Armeezeit geschlagen hat oder nicht (Artikel). Eine letzte Schlagzeile befasst sich noch einmal mit dem Tod eines bekannten Sängers. Er war vor einigen Monaten ertrunken. “Amir ist wegen der unnötigen Chemotherapie ertrunken”, lautet die Überschrift. Bei dem Sänger wurde ein Jahr zuvor fälschlicherweise eine Krebserkrankung diagnostiziert, er bekam mehrere Chemotherapien, die, wie sich später herausstellte, unnötig waren (Bericht). Eine traurige Geschichte.

Die Zeitung Israel Hayom berichtet von einer Umfrage. ”60% der arabischen Israelis: Wir sind stolz, Israelis zu sein”. Der Umfrage zufolge fühlen sich 73% der Befragten dem Staat Israel zugehörig, 82% haben kein Interesse, in einem palästinensischem Staat zu leben. Der grösste Teil der Befragten sagte, dass sie auch jüdische Freunde hätten und dass sie sich von den arabischen Knessetabgeordneten nicht vertreten fühlten. Interessant, nicht? Natürlich befasst sich die Zeitung auch mit dem Treffen Putin-Assad. “Russisch-syrische Umarmung”, lautet hier die Überschrift. Dann gibt es noch ein paar kleine Meldungen, unter anderem “Indien sucht Gas und Öl in Israel”. Indien möchte jetzt mehr in Israel investieren, die Beziehungen zwischen den Ländern ist sehr gut, besonders seit dem Besuch des indischen Ministerpräsidenten in Israel vor einigen Monaten. Und dann gibt es noch eine Meldung über den Mossad, genauer gesagt, über ein Twitter-Konto des israelischen Geheimdienstes. “Der Spion, der mich zum lachen brachte: Das Twitter-Konto des Mossad”. Dabei gibt es dieses Twitter-Konto gar nicht, wie der Mossad bestätigt. Wer betreibt also das Konto unter dem Namen “@the MossadIL”?

Das war ein Überblick über die heutigen Meldungen auf den Titelseiten der Zeitungen. Wie immer ist es alles andere als langweilig. Und das, obwohl es “ruhig” im Land ist, was die Sicherheit betrifft, und das ist doch erfreulich.

Und nun wünsche ich Ihnen einen wunderbaren und erfüllten Mittwoch. Machen Sie es gut.

Shalom aus Jerusalem!

Dov

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