Israel Heute Morgen

Was kann ich Ihnen nach einem derart traurigen Wochenende noch schreiben? Ein paar Worte und Gedanken über das Massaker vom Freitag, die Lage am Tempelberg und natürlich das Wetter für heute in Israel.

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Guten Morgen liebe Leser!

Was kann ich Ihnen nach einem derart traurigen Wochenende noch schreiben? Auch wenn wie Ihnen wegen des Shabbats nicht von den Ereignissen hier bei uns berichten konnten, bin ich mir sicher, dass Sie von der grausamen Messerattacke am Freitagabend, dem Vorabend des Shabbats, erfahren haben. Ein Terrorist war in ein Haus eingedrungen und hat drei Familienmitglieder erstochen, einen 71 jährigen Mann und seine zwei erwachsenen Kinder. Über den Ablauf dieses schrecklichen Anschlags werde ich in einem besonderen Artikel schreiben. Dieser Mord hat uns alle sehr an das Schicksal der Familie Fogel erinnert, als ein Terrorist in ein Haus eindrang und auf die Familie einstach, die Eltern und drei ihrer Kinder wurden ermordet. Es gab noch mehrere Fälle, bei denen Terroristen in Häuser eindrangen und mordeten, wie der Mord an dem 13 jährigen Mädchen Hillel Yaffa Ariel, die in ihrem Zimmer im Schlaf erstochen wurde. Und am Freitag ist es nun erneut geschehen. Unfassbar.

Die Titelseiten der Zeitungen heute. Maariv: „14 Minuten des Terrors“ – Jediot Achronot: „Massaker in Halamish“ – Israel Hayom: „Massaker am Shabbatmahl“

Ich verstehe nur nicht, wie der Terrorist in das Haus kommen konnte. Warum war die Haustür nicht abgeschlossen? Hat man sich im Kreise der Familie zu sicher gefühlt und sich auf den Wächter am Eingang der Siedlung und auf die Sicherheitsleute, die es in jeder Siedlung gibt, verlassen? Wie konnte der Terrorist über den Zaun in die Siedlung eindringen, ohne gefasst zu werden? Viele Fragen, denen man bestimmt nachgehen wird. Aber die Haustür nicht verschließen? Sogar bei uns zuhause schließen wir immer alle Eingangstüren ab, zum Garten und an den Fenstern haben wir Sicherheitsgitter, die geschlossen werden. Besonders in einer Siedlung in Judäa und Samaria sollte man die Türen immer abschließen. Das hätte die Tragödie wahrscheinlich vermieden.

Auf meinem Fußweg zu unserer Redaktion habe ich an die gespannte Lage hier in Jerusalem gedacht. Wie wird es jetzt weitergehen? Ich habe heute früh schon gelesen, dass die Metalldetektoren wahrscheinlich wieder weggenommen werden. Dafür sollen und sind teilweise schon intelligente Überwachungskameras installiert worden. Ob das von den Moslems angenommen werden wird? Ich bin da sehr im Zweifel. Israel kann machen, was es will, jede Maßnahme, die etwas mit dem Tempelberg zu tun hat, wird meiner Ansicht nach immer abgelehnt werden. All dies ist jetzt doch ein gefundenes Fressen für diejenigen, die die Auseinandersetzung mit Israel suchen. Im Fernsehen wurde am Wochenende ein moslemischer Bewohner eines arabischen Stadtteils hier in Jerusalem interviewt. Dieser meinte, dass sich das Problem bald eh lösen wird, die Moslems werden siegen, die Juden, die nicht zum Islam konvertieren, werden sterben. Dies werde genau 76 Jahre nach der Gründung des Staates Israels geschehen. Nun rechnen Sie mal nach. Er sagte das mit einer ruhigen Sicherheit, er ist fest davon überzeugt. Und genau so denken viele. Wir können also machen, was wir wollen. Einen Frieden werden wir nicht erreichen. Denn der kommt, so die Moslems, erst, wenn alle Juden verschwunden sind, oder zum Islam übergetreten sind. Tolle Aussichten.

Und jetzt zum Wetter. Dieser Juli ist nun offiziell der wärmste Juli, den wir jemals hatten in Israel. Es gab keinen Tag, an denen die Temperaturen Mittags unterhalb der 30 Grad Marke lagen, meistens war es zwischen 32 und 35 Grad heiß. Und so soll es auch bleiben. Heute früh war es mit 23 Grad etwas kühl, aber auch recht feucht. Für die Mitte der neuen Woche hat man uns eine neue Hitzewelle versprochen.

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Heiter bis wolkig ohne bemerkenswerte Veränderungen der Temperaturen. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 30 Grad, Tel Aviv 30 Grad, Haifa 29 Grad, Tiberias am See Genezareth 39 Grad, am Toten Meer 39 Grad, Eilat am Roten Meer 41 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth über das Wochenende um drei Zentimeter gesunken und liegt jetzt bei -213.525 m unter dem Meeresspiegel.

Das Wetter ist uns sowieso recht egal, es ist eben Sommer. Viel wichtiger ist die momentane Situation hier bei uns. Wir wollen, dass es wieder ruhig wird, doch danach sieht es nicht aus. Hoffen wir, dass beide Seiten schnell einen Weg finden, wieder von den hohen Bäumen, auf denen sie geklettert sind, herunterzukommen. Aber dazu muss erst einmal ein gegenseitiges Vertrauen hergestellt werden. Es tut mir Leid, dass ich nicht sehr optimistisch bin

Trotz allem wünsche ich Ihnen einen angenehmen und friedlichen Sonntag. Machen Sie es gut.

Shalom aus Jerusalem!

Dov

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