Israel drängt auf schnelle COVID-Impfung für alle Teenager

Top-Gesundheitsbeamter warnt, dass die „Delta“-Variante von COVID-19 ein „Gamechanger“ und besonders unter Jugendlichen ansteckend sei

von Israel Heute Redaktion |
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Jugendliche galten einst als „immun“. In den ersten Tagen der Coronavirus-Krise im März 2020 schlug der damalige Premierminister Benjamin Netanjahu vor, Jugendliche zur Desinfektion öffentlicher Bereiche einzusetzen. Sie könnten nicht infiziert werden. So wurde es zumindest angenommen.

Jetzt scheint es, als seien Teenager an vorderster Front mehrerer isolierter, aber besorgniserregender COVID-19-Ausbrüche in Israel. Und hohe Gesundheitsbeamte warnen, dass Jugendliche besonders anfällig für die neue „Delta“-Variante des Virus seien.

Die Delta-Variante „ist ein Wendepunkt. Sie übernimmt die Kontrolle auf der ganzen Welt. Sie ist weitaus ansteckender“, warnte Gabi Barbash, eine ehemalige Generaldirektorin des Gesundheitsministeriums. „Es trifft auch Jugendliche und Kinder.“

Barbash sagte gegenüber Channel 12 News, dass jedes israelische Kind im Alter von 12 bis 15 Jahren sofort geimpft werden solle.

Israel hat den Impfstoff von Pfizer vor einigen Wochen für Kinder über 12 Jahren zugelassen. Aber es gab keine Öffentlichkeitskampagne, um Eltern zu ermutigen, ihre Kinder impfen zu lassen.

Mit den jüngsten Ausbrüchen ist die öffentliche Nachfrage nach Impfstoffen für Jugendliche sprunghaft angestiegen, und das Gesundheitsministerium ist nun Berichten zufolge dafür, eine direkte Empfehlung für Eltern auszusprechen, ihre Kinder impfen zu lassen.