Historischer Besuch

Israelischer Außenminister Lapid zu historischem Besuch beim König von Bahrain

von Yossi Aloni | | Themen: Abraham Abkommen
Foto: Yossi Aloni

Außenminister Yair Lapid war am Donnerstag Israels erster Staatsmann, der das Königreich Bahrain im Persischen Golf besucht und der erste israelische Minister, der von König Hamid bin Isa Al Khalifa öffentlich empfangen wurde.

Während seines eintägigen Besuchs, ein Jahr nach der Unterzeichnung der Abrahams-Abkommen, hat Lapid die israelische Botschaft in der Hauptstadt Manama eingeweiht.

Außenminister Yair Lapid und sein Amtskollege aus Bahrain, Außenminister Abdullatif Al Zayani

 

Im Folgenden die Übersetzung der Rede von Yair Lapid:

 „Der ehrenwerte Außenminister Abdullatif Al Zayani, verehrte Gäste, As-salamu alaykum, Shalom alechem.

Sowohl im Hebräischen als auch im Arabischen hat dieser Spruch eine doppelte Bedeutung: Ein Gruß, wenn man einander begegnet, und ein Segen für ein Leben in Frieden und Zusammenarbeit. Heute kommen diese beiden Bedeutungen in einem Satz zusammen. Wir treffen uns anlässlich des ersten offiziellen Besuchs eines israelischen Ministers im Königreich Bahrain. Wir treffen uns, um die Friedensabkommen zwischen uns offiziell zu unterzeichnen. Um diesen Frieden in eine aktive Freundschaft zu verwandeln. Wirtschaftlich, sicherheitspolitisch, diplomatisch und zivil.

Ich möchte dem König von Bahrain, Seiner Königlichen Hoheit Hamid bin Isa Al Khalifa, danken, für seine Führung und Inspiration, ohne die wir heute nicht hier wären. Ich möchte auch dem Kronprinzen und Premierminister, Scheich Salman bin Hamad bin Isa Al Khalifa, für seine Weisheit und Vision danken.

Das Treffen, das wir erst vor kurzem beendet haben, war herzlich und optimistisch. Es hat den weiteren Weg unserer Beziehungen aufgezeigt. In der bahrainischen Nationalhymne singen Sie, dass Bahrain ein Symbol der Harmonie ist. Wir werden alles tun, um die Partnerschaft zwischen Bahrain und Israel zu einer Harmonie der Kulturen und Religionen, vor allem aber zu einer Harmonie zwischen den Menschen zu machen.

In seiner Rede anlässlich der Verleihung des Friedensnobelpreises sagte unser verstorbener Premierminister Menachem Begin: „Frieden ist die Schönheit des Lebens. Er ist Sonnenschein. Er ist das Lächeln eines Kindes, die Liebe einer Mutter, die Freude eines Vaters, die Zweisamkeit einer Familie. Er ist der Fortschritt des Menschen, der Sieg einer gerechten Sache, der Triumph der Wahrheit. Frieden ist all das und noch viel mehr.“

Heute bringen wir dieses „mehr und mehr“. Die offizielle Eröffnung von Botschaften, die die diplomatische Zusammenarbeit zwischen uns symbolisieren werden. Mehr Zusammenarbeit in den Bereichen Tourismus und Technologie, Kultur, Energie und Umweltschutz. Mehr Abkommen. In den Bereichen Gesundheit und Wasser.

Wir sind beide zähe Völker. Wir haben das Leben im Herzen der Wüste zum Blühen gebracht. Das haben wir geschafft, weil wir wissen, wie man sich an eine veränderte Realität anpasst. Heute liegt es in unserer Verantwortung, für unsere Kinder eine Zukunft in Wohlstand und Fortschritt aufzubauen.

Wie Israel verfügt Bahrain über eine uralte Geschichte und gleichzeitig über bemerkenswerte Fähigkeiten in der neuen technologischen Welt. Der erste Flug der Gulf Air, der heute nach Tel Aviv startete, bringt uns alle an Orte, von denen wir in der Vergangenheit nur träumen konnten. Unsere Chancen werden geteilt.

Auch unsere Bedrohungen sind gemeinsam, und sie sind nicht weit von hier entfernt. Der globale Kampf findet heute nicht zwischen rechts und links oder zwischen Judentum und Islam oder Christentum statt. Der globale Kampf findet heute zwischen Moderaten und Extremisten statt. Eine Kultur des Lebens gegen eine Kultur des Todes und der Zerstörung.

Gemeinsam mit unseren Freunden am Golf führen wir eine mutige Koalition der Gemäßigten an. Eine Koalition, die nach vorne blickt und eine blühende Zukunft in Stabilität und Toleranz schafft. Wir leben in einer globalen Realität. Wer sich isoliert, wird verschwinden. Wer kooperiert, wird die Welt und den Nahen Osten anführen.

Dies ist ein historischer Moment und eine Erinnerung daran, dass Geschichte von Menschen gemacht wird, die Geschichte kennen, die Geschichte lieben und respektieren, aber auch bereit sind, Geschichte zu verändern und zu machen. Geschichte wird von Menschen gemacht, die die Zukunft der Vergangenheit vorziehen. Die den Frieden dem Krieg vorziehen. Die Verbindung der Isolation vorziehen.

Im Buch der Sprüche (Kapitel drei, Vers 18) heißt es: „Er ist ein Baum des Lebens für die, die an ihm festhalten, und alle, die an ihm hängen, sind glücklich.“ Der Baum des Lebens steht hier in Bahrain seit über 400 Jahren fest. Seine Wurzeln sind tief, und er ragt hoch auf. Möge die Partnerschaft zwischen uns tiefe Wurzeln schlagen und noch viele gute Jahre lang Früchte tragen.

Wir haben bereits ein Modell für diese Partnerschaft: Seit über hundert Jahren ist die jüdische Gemeinde von Bahrain ein Symbol für Koexistenz, Toleranz und Harmonie. Ein Beweis dafür, dass die Werte Bahrains in Taten und nicht nur in Worten bestehen.

Ich möchte Seiner Majestät König Hamid bin Isa Al Khalifa und Seiner Königlichen Hoheit dem Kronprinzen und Premierminister noch einmal für die Ehre danken, heute hier sein zu dürfen. Gemeinsam machen wir einen weiteren Schritt nach vorn in unseren Beziehungen.

Ich möchte dem Team des Außenministeriums, Generaldirektor Alon Ushpiz, dem Leiter der Mission in Manama, Itay Tagner, danken, und allen, die daran beteiligt sind, die Grundlagen für die Verbindung zwischen Bahrain und Israel zu schaffen.

Danke, Shukran, As-salamu alaykum.“

Außenminister Yair Lapid bei seiner Landung in Bahrain

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