Guten Morgen Israel – Shopping in der Coronazeit

Unsere Praktikantin Nathalia berichtet von einem ersten Einkaufsbummel durch die wieder geöffneten Geschäfte in Jerusalem in der Coronazeit

von Nathalia Sonnek |
Foto: Olivier Fitoussi/Flash90

Guten Morgen liebe Leser!

Nathalia

Endlich kehrt das tägliche Leben wieder zurück nach Jerusalem. Immer mehr Geschäfte haben nun wieder geöffnet. Am Donnerstag spazierten Samuel und ich durch die Mamilla-Einkaufsstraße, wohl DIE Shoppingpassage Jerusalems überhaupt. Das hatte ich während all den Ausgangssperren und Quarantäne-Maßnahmen so sehr vermisst. Sich unterwegs bei dem schönen Wetter einen Eiskaffee zu kaufen und durch die Läden zu bummeln. Die Menschen drängeln sich wieder aneinander vorbei, um ihren Einkäufen nachzugehen, wobei natürlich auf den vorgeschriebenen Abstand von 2 Metern geachtet wird, was aber nicht immer gelingt. Wir freuen uns, dass sich Jerusalem endlich wieder wie Jerusalem anfühlt!

Die meisten Bekleidungsgeschäfte und Cafés haben wieder geöffnet, obwohl es jetzt beim Shoppen Regeln gibt. Vor dem Eintritt in ein Geschäft wird die Temperatur gemessen und es darf sich darin nur eine bestimmte Anzahl von Menschen befinden. Es besteht immer noch Maskenpflicht, weist mich ein Israeli auf der Straße darauf hin. Denn wir haben bei den ständigen Änderungen den Überblick verloren, was erlaubt oder verboten ist.

Und so geht es auch der Bevölkerung. Denn als wir uns Mamila nähern, fragt uns ein Touristenführer, ob die Flüge bereits wieder aufgenommen wurden oder ob wir schon länger im Land seien. Anscheinend lässt es sich von Außen erkennen, ob wir von hier sind oder nicht.

Mamilla-Einkaufsstraße

Kurz nachdem die Geschäfte wieder geöffnet wurden, sahen wir große Schlangen von Menschen, die vor den großen israelischen Bekleidungsgeschäften wie Renuar oder Urbanica anstanden, um endlich Kleidung einkaufen zu können. In den meisten Geschäften gibt es noch einen großen Ausverkauf der Frühjahrskollektion.

Das Angebot in den Jerusalemer Straßen hat sich dennoch verändert. Anstelle von kleinen Souvenirs, wie goldenen Kerzenständern oder Kamel-Plüschtieren werden auf der Jaffastraße stylische Schutzmasken verkauft. Sie sind bedruckt mit großen Markennamen wie Gucci oder Louis Vuitton, obwohl es sich bezweifeln lässt, dass diese echt sind.

Modische „Markenmaske“ gefällig?

Von unseren deutschen Freunden haben wir gehört, dass die Geschäfte in Deutschland jetzt auch wieder geöffnet werden sollen. Hier haben wir sehr gute Erfahrungen damit gemacht. Wir sehen an den Gesichtern der Menschen um uns herum, wie wichtig diese Eröffnung ist. Die letzten Wochen seien sehr schwer für uns alle gewesen, erzählt mir auch ein israelischer Freund. Es sei wichtig, wieder Normalität erleben zu können, rauszugehen und mit Menschen in Kontakt zu kommen. Das hat uns allen der Coronavirus in den letzten Wochen genommen.

Die Straßen Jerusalems sind wieder mit Menschen gefüllt, auch wenn man auf dem ersten Blick den Eindruck bekommen könnte, es drängelten sich nur Masken aneinander.

 

Das Wetter für heute in Israel:

Heiter bis teilweise bewölkt und nach dem Regen vom Wochenende etwas kühle. Für heute werden folgende Höchsttemperaturen erwartet: Jerusalem 21 Grad, Tel Aviv 22 Grad, Haifa 20 Grad, Tiberias am See Genezareth 27 Grad, am Toten Meer 28 Grad, Beersheva 26 Grad, Eilat am Roten Meer 32Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist am Wochenende um einen weiteren halben Zentimeter gestiegen und liegt jetzt bei – 208.90 m unter dem Meeresspiegel, es fehlen noch 10 Zentimeter bis zur oberen Grenze!

Im Namen von Israel Heute wünschen wir Ihnen einen angenehmen Sonntag und eine gute neue Woche.

 

Schalom aus Jerusalem!

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