Gesucht: Nachgiebige, nicht-zionistische ‚Juden‘

Die Palästinenser scheinen ihr Bestreben aufzugeben, die Juden im Heiligen Land vollständig aus der Rechnung zu streichen. Stattdessen sollen sie wohl jetzt durch eine gefügigere, nicht-zionistische Version ersetzt werden.

von Ryan Jones | | Themen: Samariter
Ein samaritischer Priester erhebt eine Thorarolle auf dem Berg Gerizim in Samaria. Das sind die "guten Juden", denen die Palästinenser ohne weiteres erlauben, im Land zu bleiben. Foto: Nasser Ishtayeh/Flash90

In diesem Jahr fielen Pessach, Ostern und der muslimische heilige Monat Ramadan zusammen.

Die regierende Partei in der palästinensischen Politik, die Fatah von Mahmud Abbas, nutzte die Gelegenheit, um sich als Verfechter aller drei Religionen zu präsentieren.

Eine Karikatur, die auf den Social-Media-Kanälen der Fatah veröffentlicht wurde, zeigt einen Christen, einen Muslim und einen augenscheinlichen Juden, die Arm in Arm durch die Straßen Jerusalems marschieren. Mit der palästinensischen Flagge in der Hand wird eine Polizeisperre umgestoßen, die die „zionistischen Besatzer“ darstellen soll.

Der Mann links trägt einen Davidstern, was ihm das Aussehen eines Juden verleiht. Aber was ist das für ein komischer Hut auf seinem Kopf?

Es handelt sich um die Darstellung eines Samariters. Diese Volksgruppe ist vor allem aus dem Gleichnis vom barmherzigen Samariter in Lukas 10:25-37 bekannt. Oder von der Begegnung Jesu mit einer samaritischen Frau im Johannesevangelium (Kapitel 4).

Ja, es gibt sie noch. Und genau wie zur Zeit Jesu werden sie von den Juden nicht als Juden betrachtet, obwohl sie die alte Religion Israels praktizieren.

Man würde auch keinen Samariter dabei erwischen, wie er einen Davidstern trägt, das übliche Symbol des jüdischen Volkes. Wie wir in diesen Versen des Neuen Testaments sehen, kommen Juden und Samariter historisch gesehen nicht gut miteinander aus.

Das wirft die Frage auf: Warum hat die Fatah einen Samariter, der sich als Jude zu erkennen gibt, in eine politische Karikatur eingefügt, die suggeriert, dass die Palästinensische Autonomiebehörde religiösen Pluralismus fördert?

Die Antwort ist, dass man die Geschichte dieses Landes verändern möchte. Und da die Fülle der schriftlichen und archäologischen Beweise nicht dafür spricht, die Juden ganz aus dem Bild zu entfernen, müssen sie einen geeigneten Ersatz für den „israelischen Juden“ finden.

Sie haben nicht unbedingt ein Problem damit, dass Pseudo-Juden, die der Thora folgen, bleiben und ihre Religion ausüben. Die Palästinenser haben ein Problem mit zionistischen Juden, also solchen, die an die biblischen Verheißungen in Bezug auf Israels Platz in diesem Land glauben und sie in die Tat umsetzen. Zumindest ist das die Botschaft, die die Karikatur vermittelt. Was die palästinensischen Araber, insbesondere die Muslime, wirklich von den Samaritern halten, ist wahrscheinlich etwas weniger freundschaftlich.

 

Der Silberstreif am Horizont

Trotz der eindeutig israelfeindlichen Botschaft der Karikatur stellt sie doch einen kleinen Schritt in die richtige Richtung dar.

Die palästinensische Führung leugnet traditionell jede jüdische historische Verbindung zum Heiligen Land. Die Aufnahme eines „Juden“ in die Liste der Religionen, die hierhergehören, bedeutet also, dass sie allmählich akzeptieren, dass sie diese spezielle Lüge nicht verkaufen können.

 

Mehr über die Samariter erfahren Sie in der Mai-Juni-Ausgabe von Israel Heute

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