Generalstabschef: Armee muss in Bezug auf den Gazastreifen vorbereitet sein

Der neue Generalstabschef Aviv Kochavi hat die militärische Führungsspitze aufgefordert, für eine neue Konfrontation im Gazastreifen bereit zu sein. Verteidigungsminister Liberman sagte, die Frage sie nicht ob, sondern wann es zum nächsten Schlagabtausch mit der Hamas im Gazastreifen kommen werde.

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Der neue Generalstabschef der israelischen Armee, Aviv Kochavi, hat die militärische Führungsspitze aufgefordert, sich bezüglich einer Konfrontation im Gazastreifen “in der Luft, am Boden und auf dem Meer” vorzubereiten.

Die Situation im Gazastreifen werde in den nächsten Monaten am explosivsten sein. Auch die Feuerdrachen und Sprengstoffballons seien eine Bedrohung, für die eine Antwort gefunden werden müsse.

Allerdings ist man in der israelischen Armee der Ansicht, dass die Wahrscheinlichkeit, einen Krieg im Gazastreifen oder gegen den Iran zu beginnen, niedrig sei. Andererseits geht man davon aus, dass die Situation besonders im Gazastreifen weiter eskalieren wird. Auch Judäa und Samaria seien der israelischen Armee nach Gebiete, wo sich die Lage eskalieren könnte. Auf arabischer Seite würde man versuchen, durch Provokationen die Situation weiter zu entfachen.

Der ehemalige Verteidigungsminister Avigdor Lieberman äußerte sich zu den jüngsten Einschätzungen der Lage und sagte, dass die nächste Auseinandersetzung im Gazastreifen die letzte sein müsse.

“Seit fast einem Jahr, seit Beginn der “Märsche der Rückkehr”, habe ich immer gewarnt, dass die Grenze zum Gazastreifen am explosivsten ist. Die jetzt veröffentlichte Lage-Einschätzung stimmt genau mit meinen Äußerungen des vergangenen Jahres überein”, sagte Lieberman.

Die Frage sei nun nicht “ob” es eine nächste Auseinandersetzung gegen die Hamas im Gazastreifen geben wird, sondern “wann” diese stattfinden wird. Liberman sagte, er würde es daher nicht verstehen, warum die israelische Regierung den Feind weiter in Anbetracht der nächsten Auseinandersetzung stärke, darunter die Überweisung von Geld und die Einfuhr von Treibstoff und die Ausweitung der Fischereizone vor der Küste. All diese Maßnahmen würden die Hamas weiter stärken, militärisch wie zivil. Die Öffentlichkeit in Gaza und in Judäa und Samaria würde die Hamas immer mehr unterstützen.

“Die nächste Auseinandersetzung muss die letzte sein”, sagte Liberman weiter. Wir müssen der Hamas einen schweren und nicht proportionalen Schlag versetzen, um ihr damit auch die Willenskraft zu brechen, uns weiter zu bekämpfen und ihr den Glauben zu nehmen, dass sie uns jemals besiegen können. Ohne einen solchen Schlag wird die nächste Konfrontation nur eine weitere Zwischenstation bis zu den nächsten Auseinandersetzungen sein.”

Archivbild: Iron Dome Raketenabwehrsystem im Süden Israels (Foto: Miriam Alster/Flash90)

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