Geimpfte Israelis sind gefragte Touristen

Wenn die Impfung den Weg in die Freiheit bietet, warum also nicht, so empfinden es jedenfalls die meisten im Land.

Geimpfte Israelis sind gefragte Touristen
Miriam Alster/Flash90

Guten Morgen liebe Leser!

Ende März feiern wir das jüdische Passahfest. Laut Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu dürfen wir dann wieder mit unseren Großeltern am Tisch sitzen und den Auszug der Kinder Israels aus der Sklaverei feiern. Was für eine Freude! Das hat er uns jedenfalls im Januar versprochen. Doch dann tauchten überraschenderweise verschiedene Mutationen auf, und jetzt ist nichts mehr so sicher. Da geht sie dahin, die Freude.

Wir haben uns überlegt, dass wir notfalls wieder einen Sederabend per Zoom veranstalten, bei dem Ihr alle dabei sein könnt, so wie im letzten Jahr.

Bis jetzt haben sich vier Millionen Israelis freiwillig gegen das Coronavirus impfen lassen. Bei fünf Millionen Israelis, so wurde uns versprochen, werde die Wirtschaft im Land wieder geöffnet. Es stimmt, im Februar gab es keinen großen Ansturm auf die Impfstoffdosen wie noch am Anfang. Doch unser Regierungschef bemüht sich, die 5-Millionen-Marke zu erreichen, um rechtzeitig vor seinen schicksalhaften Wahlen aus der Corona-Krise zu kommen. Außerdem ist der Frühling um Pessach die Zeit, in der die Israelis ihren Urlaub im Ausland genießen wollen. Jedes Jahr fliegen hunderttausende Israelis über die Feiertage in andere Länder. Weitere hunderttausende zieht es auf die Halbinsel Sinai.

Israelis lieben es, ins Ausland zu fliegen – wann geht es wieder los?

Doch noch ist alles gesperrt. Politiker reden davon, den Himmel über Israel im März kurz vor den Wahlen und dem Pessachfest zu öffnen. Fliegen dürfen selbstverständlich nur die, die einen Impfausweis haben oder einen Nachweis vorlegen, dass sie eine Corona-Erkrankung überstanden haben und wieder gesund sind. Andere Länder bemühen sich bereits um potenzielle israelische Touristen. Geimpfte Israelis scheinen in der Tourismusbranche sehr gefragt zu sein. Vereinbarungen mit Griechenland, Zypern, Georgien und Seychellen sollen bereits unter Dach und Fach sein. Es wird wieder Urlaub wie früher geben, ohne Quarantäne.

Können wir bald nach Zypern fliegen? Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu und der zypriotische Präsident Nicos Anastasiades nach ihrem Treffen in Jerusalem.

Auch andere Länder führen zur Zeit Verhandlungen mit der israelischen Regierung und machen den geimpften Israelis attraktive Urlaubsangebote in ihren Ländern. Bitte versteht mich nicht falsch und seid mir nicht böse, weil ich darüber berichte. Das ist halt so und hat nichts damit zu tun, ob ich dies gutheiße oder nicht. In der biblischen Geschichte waren die Kinder Israelis Gefangene in Ägypten, und nun hat das israelische Volk das Gefühl, im Land seiner Erzväter Gefangener zu sein. Wenn die Impfung den Weg in die Freiheit bietet, warum also nicht, so empfinden es jedenfalls die meisten im Land.


Das Wetter für heute in Israel

Teilweise bewölkt bis bewölkt. Im Laufe des Tages wird es windiger werden und es wird beginnen, zu regnen. Dabei kann es auch zu Gewittern kommen. In der kommenden Nacht geht es dann so richtig los. Es wird dann deutlich kälter mit Sturm und Regen im Norden und im Zentrum des Landes. Gegen den frühen morgen wird es dann in den Bergen im Norden anfangen zu schneien. Auch in den Bergen im Zentrum können einige Schneeflocken fallen. Und für morgen Abend ist dann auch Schnee für Jerusalem in Aussicht! Für heute werden folgende Höchsttemperaturen erwartet: Jerusalem 15 Grad, Tel Aviv 19 Grad, Haifa 15 Grad, Tiberias am See Genezareth 22 Grad, am Toten Meer 24 Grad, Beersheva 20 Grad, Eilat am Roten Meer 25 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist unverändert und liegt bei – 209,575  m unter dem Meeresspiegel. Es fehlen 77,5  Zentimeter bis zur oberen Grenze!

Die Redaktion von Israel Heute wünscht allen Lesern einen wunderbaren Dienstag. Machen Sie es gut.

 

Schalom aus Jerusalem!

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