Endlich Schritte gegen den Hass in palästinensischen Schulbüchern

Der Hass, der schon Kindern eingeimpft wird, ist das größte Hindernis zum Frieden im Nahen Osten.

Endlich Schritte gegen den Hass in palästinensischen Schulbüchern
Wissam Nassar/Flash90

Wie es scheint, ist eine Veränderung auf dem Weg, die schon lange fällig ist. Der britische Politiker Dr. Andrew Murrison, der bis Mitte Februar dieses Jahres als britischer Staatsminister für internationale Entwicklung und Nahost diente, hat dem Parlament Großbritanniens eine Deklaration überreicht, in der schwarz auf weiß steht, dass die Palästinenser für das Schuljahr 2020/21 Veränderungen in ihrem Lehrplan übernehmen werden.

Murrison Bekanntgabe basiert auf den zuvor seinerseits geäußerten Bedenken bezüglich der palästinensischen Lernmaterialien, die immer mehr Hass und Aufrufe zu Gewalt enthalten und von der Palästinensischen Autonomiebehörde produziert werden. Er erklärte:

„Sie haben sicher schon von den Bedenken gehört, die es hinsichtlich der Lehrmaterialien in palästinensischen Schulen gibt, sowie von der aktiven Rolle, die wir (Großbritannien) eingenommen haben, um sicherzustellen, dass es in Zukunft keine unangemessenen Materialien dieser Art mehr gibt. Ich habe kürzlich mit dem palästinensischen Bildungsminister gesprochen und weiß, dass dieses Problem hohe Priorität hat und dass bereits zu Beginn des kommenden Schuljahres im September Änderungen umgesetzt werden.“

Die Diskussion um die palästinensischen Lehrpläne wurde vor dem Hintergrund einer breiten Kampagne ins Rollen gebracht, die vom britischen IMPACT-se Institut ausgeht. Ziel der Kampagne ist die Aufdeckung zunehmender hasserfüllter Inhalte in den Lehrmaterialien des palästinensischen Bildungssystems. Der Erfolg dieser Kampagne führt dazu, dass die EU zusammen mit Großbritannien eine Untersuchung in die Wege geleitet hat, um sicherzustellen, dass der Lehrplan frei von Hetze, Hass und Gewalt ist. Die Hauptbedenken betreffen dabei auch die Finanzierung des hetzerischen Schulmaterials durch britische und EU-Gelder.

Marcus Sheff, Direktor von IMPACT-se, dazu:

“Minister Murrisons Zusage vor dem britischen Parlament ist hochwillkommen. Großbritannien bemüht sich an vorderster Front darum, die PA dazu zu bewegen, extremes Schulmaterial zu verändern. Es ist nur allzu verständlich, dass die britische Regierung nicht Millionen von Steuergeldern an das palästinensische Bildungsministerium überweisen will, wenn diese ihre Kinder zum Hass erziehen. Das Problem dabei ist, dass das, was man auf Englisch hört, nicht notwendigerweise das ist, was man auf Arabisch hört. In den letzten zwei Jahren haben wir gehört, wie palästinensische Beamte auf Englisch versichert haben, sie werden ihre Bücher abändern, während sie auf Arabisch sagten, es werden keinerlei Änderungen vorgenommen. Die britische Regierung, die PA und die internationale Gemeinschaft wissen sehr wohl, dass das Problem bei den palästinensischen Büchern liegt. Am 1. September werden wir sehen, ob die PA auf Englisch oder auf Arabisch die Wahrheit gesagt hat.“

PA Lehrplan auf internationaler Bühne

Während der letzten beiden Jahre ist der Inhalt der palästinensischen Schulbücher immer mehr auf der Prioritätenliste der internationalen Agenda nach oben gerückt. Selbst Norwegen ruft mittlerweile zu einem Einfrieren von Hilfsgeldern an das Bildungsministerium der PA auf, weil in den neuen Schulbüchern letzten November wieder Hetze gefunden worden ist. Das Komitee für auswärtige Angelegenheiten der USA hat einen Gesetzesentwurf eingebracht, der einen jährlichen Bericht der UNRWA an den Kongress vorsieht. Anhand dieses Berichtes soll geprüft werden, ob aufwiegelndes Material, Aufrufe zu Gewalt oder Intoleranz verbreitet wird oder nicht. Erst letzten August hat die UN einen Bericht veröffentlicht, der solcherlei Lernmaterial verurteilt und die Beseitigung fordert,

Murrisons Rede auf Englisch vor dem UK Parlament

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