Wir verlassen das Haus. Wir bauen eine Sukka. Wir nehmen die „vier Arten“ zur Hand. Wir laden Gäste ein und sitzen gemeinsam am Tisch. Nach der inneren Arbeit kommt die eigentliche Bewährungsprobe: Wie sieht unser gemeinsames Leben aus?
Vielleicht ist das der Grund, warum das Gebot der vier Arten an Sukkot zu einem der präzisesten Symbole für die Frage geworden ist, die die israelische Gesellschaft heute beschäftigt.
BESONDERE BEDEUTUNG
Es scheint, als hätte uns die israelische Realität in den letzten Jahren immer wieder vor dieselbe Herausforderung gestellt: Wie bleiben wir ein Volk, auch wenn Meinungen, Überzeugungen und Identitäten so unterschiedlich sind? Gerade vor diesem Hintergrund gewinnt die Begegnung zwischen dem Laubhüttenfest und der israelischen Realität eine besondere Bedeutung. Die Thora bietet ein Modell der Einheit, das die Vielfalt nicht ausblendet, sondern versucht, ihr Raum zu geben.
„Am ersten Tag sollt ihr erlesene Früchte von den Bäumen, Palmzweige, Zweige von Laubbäumen und Weiden vom Bach nehmen und euch sieben Tage lang vor Adonai, eurem Gott, freuen“ (3. Mose 23,40).
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