Deutscher Außenminister bittet Palästinenser „nicht die Brücken hinter sich abzubrechen“

Der neue deutsche Außenminister Heiko Maas befindet sich auf seinem ersten Besuch im Nahen Osten. Er bat die palästinensische Führung darum, dem Friedensprozess eine Chance zu geben. Bei seinem Treffen mit Ministerpräsident Netanjahu betonte er die deutsche Freundschaft mit Israel.

Der neue deutsche Außenminister Heiko Maas befindet sich auf seinem ersten Besuch im Nahen Osten. Dabei traf er sich nicht nur mit Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, sondern stattete vorher auch Palästinenserchef Mahmud Abbas einen Besuch in Ramallah ab.

Außenminister Heiko Maas in Ramallah bei Palästinenserchef Mahmud Abbas (Foto: Flash90)

Dort unterstrich er die deutsche Unterstützung der Zweistaatenlösung und bat die palästinensische Führung darum, dem Friedensprozess eine Chance zu geben und nicht die Brücken hinter sich abzubrechen. Ohne die Vereinigten Staaten sei es schwierig, mit den Bemühungen um einen Frieden voranzukommen, sagte er weiter.

Gestern Abend wurde der deutsche Außenminister dann von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu empfangen. Maas unterstrich die deutsche Freundschaft mit Israel, trotz der bestehenden Differenzen bezüglich der Zweistaatenlösung, die von Netanjahu nicht mehr unterstützt wird, und dem Atomabkommen mit dem Iran.

„Wir haben unterschiedliche Ansichten, aber wir sind vor allem Freunde“, sagte Heiko Maas. „Wir wollen von unseren Freunden über ihre Probleme und Ängste hören, daher bin ich hierher gekommen.“

Während seines Besuches in Israel hatte Maas auch das Holocaust-Museum in Jad Vashem besucht und sich mit Holocaust-Überlebenden getroffen. „Als Deutscher war dies ein sehr emotioneller Besuch“, sagte er danach. Dabei betonte er seinen Kampf gegen den Antisemitismus und bedankte sich für die warme Begrüßung. „Ich habe ein Geschenk erhalten, das ich nicht verdiene“, sagte er.

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