Israel hat gewählt, doch statt einer klaren Entscheidung zeichnet sich eine politische Sackgasse ab. Benjamin Netanjahus Rechtsblock führt, aber die Mehrheit zum Regieren fehlt. Die arabischen Parteien gewinnen erheblich an Gewicht. Und ausgerechnet jene Politiker, die sich im Wahlkampf gegenseitig die Regierungsfähigkeit abgesprochen haben, könnten nun aufeinander angewiesen sein. Schon die Bibel warnt am Beispiel König Rehabeams, wie ein Volk zerbrechen kann, wenn seine politischen Führer Macht über Verständigung und Kompromiss stellen. Hat Israel einen Sieger gewählt oder eine neue Krise?
Israel wacht nach der Wahl in einem politischen Niemandsland auf. Die Stimmen werden noch ausgezählt, doch der bisherige Zwischenstand zeichnet bereits ein bemerkenswertes Bild: Der rechte Block führt, die Opposition bleibt stark, und die arabischen Parteien könnten bei der Regierungsbildung eine entscheidende Rolle spielen. Bei der Auszählung von ungefähr der Hälfte der Stimmen wurde Netanjahus Block zeitweise mit 56 Mandaten ausgewiesen, das Lager des Wandels um Gadi Eisenkot mit 49 und die arabischen Parteien mit etwa 15 bis 16 Sitzen. Spätere Zwischenmeldungen zeigten bereits leichte...
Artikel nicht lesbar?
Sie sind bereits Mitglied? Melden Sie sich an, um weiterzulesen.



