Religion

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MitgliederDer Buchstabe tötet, der Geist aber macht lebendig

In einem anderen Artikel dieser Ausgabe (S. 23) vergleiche ich das heutige Judentum mit einer Baustelle, von einem orthodoxen Zaun umgeben.

Illustration - Orthodoxe Juden auf Baustelle Foto: Yaakov Naumi/Flash90

Es gibt viele Bauarbeiter, von denen manche kaum Erfahrung haben. Sie rennen zwischen orthodoxen, reformierten, zionistischen und nicht-zionistischen Baugerüsten hin und her. Baumaterial und Schutt verteilen sich über die ganzen Baustelle. Was momentan noch wüst aussieht, wird hoffentlich bald zu einem funktionstüchtigen Gebäude.

 

Angesichts der unglaublichen und vielschichtigen Leistung kann mein Artikel selbstverständlich nur an der Oberfläche kratzen. Ein wiederkehrendes Anliegen dabei ist die Notwendigkeit, das Judentum für die heutige Welt relevant zu machen. Denn das Judentum ist immer noch Josef Karos „Schulchan Aruch“ („Der gedeckte Tisch“) aus dem 16. Jahrhundert verpflichtet. Das Regelwerk für jeden Aspekt des jüdischen Lebens hat das jüdische Leben dermaßen im Griff, dass die Hinterfragung dieses Werkes einer Infragestellung des Judentums als Ganzem gleichkäme. Es braucht daher Mut, öffentlich zu so etwas wie einer halachischen Revolution aufzurufen.

 

Menachem Nabet ist einer von wenigen jungen Orthodoxen, die die traditionellen Konzepte herausfordern, die das jüdische Leben so lähmen. Der Aktivist ist in den sozialen...

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Patrick Callahan

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