Die Medien sprechen schon von einem Tsunami. In den sozialen Netzwerken und auf etlichen Webseiten häufen sich Anleitungen. „Ein israelischer Reisepass ist gut, aber ein europäischer ist besser!“
Momentan ist der portugiesische Pass der Hit unter denen, die in den Genuss einer europäischen Staatsbürgerschaft kommen möchten. Wie Spanien hat auch Portugal vor gut einem Jahr jüdischen Nachfahren die Tür geöffnet. Vor über 500 Jahren haben beide Länder Juden aus ihren Grenzen vertrieben, es sei denn, sie konvertierten zum Christentum. Im Vergleich zur spanischen Bürokratie ist der portugiesische Prozess einfacher und zügiger. Wer aschkenasische oder europäische Vorfahren nachweisen kann, hat die besten Chancen. Alle EU-Länder stehen den Israelis zur Verfügung. Von 2000 bis 2015 haben dem deutschen Ausländerzentralregister zufolge 33.321 Israelis die deutsche Staatbürgerschaft erhalten. Mit einem europäischen Pass kann sich der Israeli in Europa frei bewegen, arbeiten, billiger oder sogar gratis studieren und sich problemlos niederlassen. Als Hintergedanke schwingt natürlich auch immer mit, dass man einen Pass für den Notfall hat.
Schon oft habe ich...
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