Christlicher Soldat der Israelischen Armee attackiert

Immer mehr christliche Araber melden sich zu einem freiwilligen Dienst in der Israelischen Armee. Einige wünschen sich sogar eine Wehrpflicht, so wie sie für die jüdischen Israelis besteht. Aber es gibt auch Gruppen innerhalb der arabisch-christlichen Gesellschaft, die dem Dienst in der Armee noch immer feindlich gegenüberstehen.

Christlicher Soldat der Israelischen Armee attackiert
IDF

Immer mehr christliche Araber melden sich zu einem freiwilligen Dienst in der Israelischen Armee. Einige wünschen sich sogar eine Wehrpflicht, so wie sie für die jüdischen Israelis besteht. Aber es gibt auch Gruppen innerhalb der arabisch-christlichen Gesellschaft, die dem Dienst in der Armee noch immer feindlich gegenüberstehen.

Das war auch die Erfahrung eines christlichen Arabers, der dem israelischen Nachrichtenportal Mako von seinen Erlebnissen erzählte. Der für seine Sicherheit mit “Y” identifizierte junge Mann, erzählte, wie seine Familie und Freunde ihn davon überzeugen wollten, nicht den Dienst in der Armee anzutreten und wie er Todesdrohungen und Schläge bekam, als er dennoch darauf bestand, seinen Dienst in der Armee zu leisten.

“Mir war klar, dass ich einen hohen Preis bezahlen werde. Die meisten meiner Freunde haben sich von mir abgewandt und den Kontakt abgebrochen”, erzählte “Y”, der seinen Dienst in der Beduinischen Aufklärer-Einheit leistet und einen Kurs für Kampf-Sanitäter begonnen hat.

“Bei den wenigen Malen, die ich nachhause gekommen bin, habe ich Todesdrohungen erhalten von verschiedenen Menschen, die in meiner Nachbarschaft wohnen und arbeiten”, erzählte er weiter. “Sie waren empört darüber, dass ich in Uniform gehe und in einer Kampfeinheit diene.”

Während seines letzten Besuches in seiner Heimatstadt Haifa, wurde “Y” von einem Passanten körperlich angegriffen. “Er schlug mich, nur weil ich eine Uniform trug. Er sagte mir: ‘Du und deine Freunde sind Verräter’. Es ist angsterregend. Das nächste Mal könnte es mit einem Mord enden”, sagte der besorgte junge Mann.

Wegen der Situation hat “Y” die Armee um die Erlaubnis gebeten, ihm zu erlauben, in Zivilkleidung nachhause zu fahren. Bis er diese Erlaubnis erhält, ist er gezwungen, die meisten Wochenenden in einem Soldatenheim zu verbringen, um körperlichen Schaden zu vermeiden, oder gar Schlimmeres.