Israel, oder zumindest der Großraum Tel Aviv, ist mittlerweile weltweit bekannt als ein Ort mit großer Toleranz für Homosexualität und ist sogar ein Top-Reiseziel für die LGBT-Gemeinde.
Als ein Gymnasiallehrer aus Ramat Gan, einem Vorort Tel Avivs, die Bibel zitierte, um seine Schüler zu bitten, gegen die bevorstehende „Gay Pride“-Parade zu beten, kam es zu einer Welle der Empörung.
Bei der Berichterstattung über den Vorfall bezeichnete das israelische Nachrichtenportal Ynet die Äußerungen des Lehrers als ein skandalöses Beispiel für „Homophobie“ im öffentlichen Bildungssystem.
Der Lehrer schickte eine Whatsapp-Nachricht an seine Schüler, in der stand: „Am Freitag wird es leider eine große Schändung des Namens Gottes im Herzen Israels, in Tel Aviv geben. Wir haben keine Errettung, aber das Heil Gottes kann im Handumdrehen kommen. Lest dieses Kapitel der Psalmen, das uns vor Schmach und Schande bewahrt. „
Der Lehrer zitierte dann Psalm 15:
Ein Psalm Davids. HERR, wer darf weilen in deinem Zelt? Wer darf wohnen auf deinem heiligen Berge?
Wer untadelig lebt und recht tut und redet die Wahrheit von Herzen; wer mit seiner Zunge nicht verleumdet, / wer seinem Nächsten nichts Arges tut und seinen Nachbarn nicht schmäht;
wer die Verworfenen für nichts achtet, / aber ehrt die Gottesfürchtigen; wer seinen Eid hält, auch wenn es ihm schadet;
wer sein Geld nicht auf Zinsen gibt / und nimmt nicht Geschenke wider den Unschuldigen. Wer das tut, wird nimmermehr wanken.
Die Stadtverwaltung in Ramat Gan verurteilte die Äußerungen des Lehrers und nannte sie unerklärlicherweise „rassistisch“, während das Bildungsministerium eine Erklärung veröffentlichte, in der er den Pädagogen für seine Intoleranz tadelte.
„Die Worte des Lehrers … entsprechen nicht dem Geist des Erziehungsministeriums, das die Toleranz und die Akzeptanz des anderen fördert“, heißt es in der Erklärung.
Es wird erwartet, dass der sich dem Lehrer disziplinarische Maßnahmen erwarten, und die Schüler wurden alle zu einer „Sensibilisierungssitzung“ eingeladen, um jeglichen Einfluss, den der betreffende Lehrer auf ihre Ansichten über Homosexualität gehabt haben könnte, rückgängig zu machen.
Bild: Der Bürgermeister von Tel Aviv, Ron Huldai, spricht auf einem Cocktail-Empfang und stellt die bevorstehende Tel Aviver “ Woche des Stolzes“ vor. (Foto: Miriam Alster / Flash90)




