Israel

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Arabischer Arzt rettet jüdischem Jungen das Leben

Der 13-jährige Junge Naor Schalev, der vor einer Woche von dem gleichaltrigen Palästinenserjungen Ahmed Manassra mit Messerstichen lebensgefährlich verletzt wurde, ist aufgewacht und atmet wieder selbständig.

Der 13-jährige Junge Naor Schalev, der vor einer Woche von dem gleichaltrigen Palästinenserjungen Ahmed Manassra mit Messerstichen lebensgefährlich verletzt wurde, ist aufgewacht und atmet wieder selbständig. In den Medien wird von einem Wunder im Hadassah-Krankenhaus auf dem Mt. Skopus Berg gesprochen. „Naor geht es heute viel besser, aber dennoch hat er einen langen Weg vor sich“, erklärte der Chefarzt der Chirurgischen Abteilung im Hadassah-Krankenhaus, Prof. Ahmed Eid (siehe Bild). „Naor schwebte in Lebensgefahr und nun sind wir sehr optimistisch, dass alles wieder gut wird.“ Im israelischen Fernsehen erzählte der arabische Chefarzt, was für Bemühungen das Krankenhaus unternimmt, um Menschenleben um jeden Preis zu retten, egal ob Jude und Araber. „Als ich mich den Eltern von Naor am ersten Tag im Wartezimmer vorstellte, sagte ich ihnen, Schalom, ich bin Ahmed Eid, der verantwortliche Arzt. Seht ihr, ein Ahmed hat euren Sohn angegriffen und fast getötet und ein anderer Ahmed, ich, rette das Leben eures Sohnes.“

In Israel ist Prof. Ahmed Eid ein hochgeschätzter und anerkannter Chirurg, der bereits 40 Jahre im Jerusalemer Hadassah-Krankenhaus arbeitet. Emotional ist diese Zeit keine leichte Zeit. „Es stimmt, es ist nicht leicht, ein Araber in Israel zu sein. Aber ist Jude zu sein in Israel leichter? Die jüngsten Anschläge sind gezielt gegen Juden gerichtet und das Krankenhaus ist ein Mikrokosmos, denn in Notfällen werden Juden und Araber gleichzeitig unter verschiedenen Umständen behandelt.“ Der Jerusalemer Araber, Vater von fünf Kindern, erzählte vor der Kamera, dass er ab und zu Rassismus auf seiner Arbeitsstelle spürt, aber daran hat er sich gewöhnt. „Ich ignoriere das, dreh mich um und arbeite weiter. Es ist unsere Pflicht, Menschenleben zu retten, egal ob Jude oder Moslem. „Prof. Eid und viele andere Araber arbeiten mit Juden in den israelischen Krankenhäusern und anderen Arbeitsplätzen zusammen. „Wir haben keine andere Wahl, wir sind verpflichtet zusammenzuleben und das ist möglich. Wir müssen optimistisch bleiben. Es stimmt, die Situation im Land ist zurzeit sehr kompliziert, aber wie sagt Benjamin Netanjahu: Auch das werden wir überstehen.“

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Patrick Callahan

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