Allerhöchste Eisenbahn!

Auf den Dünen einer ehemaligen jüdischen Siedlung in Gush Katif hat die Hamas eine neue Attraktion gebaut, die „Eisenbahn der Rückkehr”.

Ist der Hamas endlich aufgefallen, dass sie Israel weder vernichten können noch in das Land zurückkehren, das Israel in ihren Augen besetzt hält? Oder stellen sie sich jetzt einfach nur visuell greifbar vor, wie es ist in Jerusalem, der Hauptstadt eines zukünftigen palästinensischen Staates?

Ein neues Projekt der Hamas, die “Eisenbahn der Rückkehr”,  gibt den Bewohnern Gazas einen Geschmack auf Jerusalem. Es handelt sich um eine imaginäre Zugfahrt vom Gazastreifen aus in die Heilige Stadt. Die Reise nimmt den Besucher in einer Art Schwebebahn mit durch das in einem Themenpark dargestellte Heilige Land. Endstation ist der Tempelberg, wo der Besucher einen simplen Nachbau des Felsendoms bestaunen darf.

Dabei fehlt auch der typische Jerusalemer arabische Markt nicht. Hier können Gazas Bewohner auf den Geschmack kommen und sich zb. das typische Brot kaufen, das zwischen den Mauern der Altstadt und dem Damaskus-Tor feilgeboten wird.

„Wir wollten unseren Kindern die Freude bereiten, Jerusalem zu besichtigen, die Hauptstadt Palästinas“, sagte ein Besucher. „Hier haben wir die Gelegenheit, die Heilige Stadt zu besichtigen, weil wir sie aufgrund der Besatzung nicht betreten dürfen“, kommentierte ein anderer.

Nicht wenige der Besucher hoffen, dass die Themenpark-Zugfahrt nach Jerusalem eines Tages Wirklichkeit wird und sie in das nur 99 Kilometer entfernte Jerusalem fahren dürfen. Anregend dazu ein eigens aufgestelltes, riesiges Schild.

Ist das von der Hamas gesponserte Projekt eine geniale Marketingstrategie, die die Terrororganisation einen Schritt näher an ihr Ziel bringt, Jerusalem zu ihrer Hauptstadt zu machen? Oder soll die Vorstellungskraft der Bewohner Gazas angeregt werden? Vielleicht hat man auch nur eingesehen, dass die Idee einer Hauptstadt Jerusalem einfach nur ein unerreichbarer Traum bleiben wird?