Alarmbereitschaft im Norden Israels

Im Norden bereitet sich die israelische Armee auf einen eventuellen Angriff der Hisbollah vor.

Israelische Streitkräfte im Norden Israels
Basel Awidat/Flash90

Das Nordkommando der israelischen Armee hat seine gesamten Streitkräfte mobilisiert, um auf einen Angriff der Hisbollah vorbereitet zu sein. Hisbollah-Chef Nasrallah hatte Israel am Sonntag für einen angeblichen Drohnenangriff im Libanon verantwortlich gemacht und mit Vergeltung gedroht. Kein Bürger Israels könne sich sicher fühlen, auch weit über die Stadt Haifa hinaus, drohte er in einer Ansprache.

In der Gegend der libanesischen Hauptstadt Beirut sollen, so meldete die Hisbollah, zwei israelische Drohnen abgestürzt sein, die angeblich mit Sprengstoff bestückt waren.

In Israel geht man davon aus. dass sich die Hisbollah bei einem eventuellen Angriff auf  militärische Ziele konzentrieren werde. Die Drohung Nasrallahs wird auf israelischer Seite durchaus ernst genommen, daher wurden mehrere Iron Dome Raketenabwehrsysteme im Norden des Landes aufgestellt, um für den Fall eines Angriffs bereit zu sein. Auch in der Vergangenheit wurden Drohungen Nasrallahs in Taten umgesetzt, so kam es im Januar 2015 zu einem Angriff der Hisbollah auf einen israelischen Militär-Konvoi in dem Gebiet der Schebaa-Farmen an der Grenze zwischen Israel, Libanon und Syrien. Zwei israelische Soldaten kamen dabei ums Leben. Der Angriff war eine Reaktion auf einen Angriff auf einen Konvoi bei Quneitra in den syrischen Golanhöhen. Dabei kamen sechs Hisbollah-Kämpfer ums Leben. Israel wurde für den Angriff verantwortlich gemacht.

Jeder Angriffsversuch der Hisbollah werde eine „unverhältnismäßige“ israelische Reaktion zur Folge haben, warnte ein hochrangiger Offizier der israelischen Armee.

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