6000 Randalierer an der Grenze zu Gaza

Die Soldaten der israelischen Armee am Freitag Tausende wütende Randalierer daran gehindert, aus dem Gazastreifen nach Israel zu strömen.

6000 Randalierer an der Grenze zu Gaza
Hassan Jedi/Flash90

Medienberichten zufolge beteiligten sich über 6.000 Araber an dem Aufstand, sie legten Feuer und warfen Feuerbomben und Handgranaten auf die israelischen Soldaten, die versuchten, die Situation zu beruhigen.

Die Soldaten reagierten mit Gummigeschossen und Tränengas, um die Araber davon abzuhalten, den Grenzzaun zu überwinden ein und nach Israel einzudringen. In den israelischen Medien wurde von 10 Arabern berichtet, die bei den Unruhen verletzt wurden. Die Russia Times (RT) hingegen zitierte einen palästinensischen Bericht, wonach 79 Gazaner verletzt worden seien.

Seit dem 30. März vergangenen Jahres haben Zehntausende von Randalierern im Gazastreifen wiederholt israelische Soldaten entlang der Grenze zum israelischen Sicherheitszaun angegriffen. Während der Unruhen sind auch Terroristen in Israel eingedrungen und haben Sprengsätze auf Zivilstraßen entlang der Grenze gelegt.

Im Hintergrund der Unruhen vom Wochenende steht der von den USA veröffentlichte lang erwartete finanzielle Teil des Friedensplans, der sogenannte „Jahrhundert-Deal“, der das Leben der Gazaner und aller in Judäa und Samaria lebenden Palästinenser verbessern soll.

Die palästinensische Führung hatte den Vorschlag bereits vor seiner Veröffentlichung abgelehnt. Der Sprecher der Hamas, Abdul Latif al-Qanua, sagte in einer Erklärung zum jüngsten Gaza-Aufstand: „Die palästinensischen Massen, die kurz vor der von den USA geführten Konferenz in Bahrains Hauptstadt Manama auf die Straße gehen, zeigen den Konferenzteilnehmern, dass Palästina kein wirtschaftliches Problem ist. Vielmehr geht es darum, das Land (ganz Israel) von der Besatzung zu befreien und die Rückkehr unseres Volkes in ihre Heimat zu gewährleisten.“

Lesen Sie mehr über den wirtschaftlichen Teil des amerikanischen Friedensplans.

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