50 Jahre vereinigtes Jerusalem

Israelische Persönlichkeiten zum 50. Jahrestag der Wiedervereinigung Jerusalems.

von Israel Heute Redaktion |
Foto: Hadas Parush/Flash90

Reuven Rivlin, Staatspräsident:

„Jerusalem ist eine Geschichte. Von jedem einzelnen, der sie in seinem Herzen trägt. Für ihre Liebhaber, Kinder, Geheimnisse, ihre Steine, Hügel, Gassen und speziellen Orte, das alte Jerusalem und auch die Neustadt, das himmlische und das irdische Jerusalem, das persönliche Jerusalem, das der Familie und das Jerusalem der Nation. Jerusalem eine Stadt voller Synthesen, voll von Hoffnung und Schönheit.“

 

 

 

Rabbi Israel Meir Lau, ehemaliger Oberrabbiner:

„Jerushalajim ist ein Name, der aus zweien zusammengesetzt ist: Schalem (Schalom) und Jireh (wird sehen). So sage ich, dass sie die Stadt des Friedens ist, denn ihr Name ist der Name des Friedens. Jireh Schalem – Wird Frieden sehen. So ging dies in die Tradition ein, die Idee, dass Jerusalem die Stadt des Friedens ist. Für mich ist Jerusalem die Stadt, der man sich seit über tausenden Jahren dreimal am Tag beim Gebet zuwendet. Es ist die einzige Stadt, in der sich ein Jude, auch wenn er sie nie zuvor besuchte, sofort zu Hause fühlt. Es waren die Fallschirmjäger an der Klagemauer während des Sechstagekrieges vor 50 Jahren, Leute aus dem Kibbuz, die niemals in Richtung Jerusalem gebetet haben und auch nie die Altstadt besucht hatten, Neunzehn-, Zwanzigjährige, die weinend zur Klagemauer kamen, dort tanzten und Gott dankten. Ich fragte sie danach, aber sie konnten mir darauf keine Antwort geben. Sie hatten einfach das Gefühl, dass sie nach Hause zurückkehrt waren. Sie fühlten so etwas an keinem anderen Ort. Nur hier. Wegen der Beinahe-Opferung Isaaks durch Abraham auf dem Berg Moriah kaufte König David die Tenne vom König der Jebusiter, um dort den Tempel Gottes zu errichten. Gott ließ aber nicht zu, dass David den Tempel baute, weil er Blut an seinen Händen hatte, der Tempel aber Frieden in alle Welt ausstrahlen sollte. Sein Sohn Salomo baute dann den Tempel, der Vater durfte jedoch die Vorarbeit leisten.“

 

Jehoram Gaon, Sänger:

„Jerusalem ist keine Stadt wie jede andere. Jerusalem ist eine Religion. Wenn du an diese Religion glaubst, die Jerusalem genannt wird, dann ist diese fest in dir verankert. Wenn du an Jerusalem glaubst, dann ist es egal, wo du dich befindest, in welcher Ecke der Welt. Du wirst damit Teil einer großen Gemeinde – dem jüdischen Volk. Ich fühle die Heiligkeit Jerusalems ganz deutlich. Nicht umsonst sagen die, die außerhalb Jerusalems wohnen: „Lasst uns nach Jerusalem hinauffahren und Feiertagsatmosphäre schnuppern!“ Sie hat etwas in sich, das man mystisch nennen könnte. Oder aber auf jeden Fall etwas, das über allem steht. Die Kette der Generationen erhebt Jerusalem über alle anderen Städte. Es gibt fast kein Volk, das beim Versuch, über die Stadt zu herrschen, nicht ihre Erde mit seinem Blut tränkte. Sie ist wie eine alte Frau, die alle Generationen, die an ihr vorüberziehen, anlächelt und denjenigen, die Herrscher über sie sein wollen, sagt, dass sie hier herrscht und die Liebe der Menschen zu ihr prüft und entscheidet, wer in ihr wohnen und herrschen wird. Sie ist die Herrscherin über sich selbst!“

 

 Yair Lapid, Knesset-Abgeordneter und Parteichef (Yesh Atid)

„Jerusalem ist für mich der Ort, wo die Ewigkeit mit dem Alltäglichen zusammenstößt. Die Heiligkeit der Klagemauer gegenüber den Gerüchen und Geschmäckern des Mahane Jehuda Markts, die historische Herrlichkeit des David-Turms gegenüber den jungen Leuten, die im Nachalat-Shiva-Viertel ihr Bier trinken. Vor kurzem besuchte ich mit dem Israel-Preisträger Davidale Beeri die Stufenstraße, die einst den Siloah-Teich mit dem Tempel verband. In welcher anderen Stadt kann man Archäologen und Volontäre sehen, die in staubigen, erdverschmutzten Jeans den Weg zum Haus Gottes freilegen?“

 

Nir Barkat, Bürgermeister:

„Jerusalem ist mir Lebensaufgabe und Berufung. Diese schönste und wichtigste Stadt der Welt vereint eine mächtige Geschichte mit einer vielversprechenden Zukunft. Eine quirlige Stadt, die alle Einwohner und die, die sie lieben, vereint. Sie vereint alle Bevölkerungsgruppen, Religionen und Gemeinden, Jung und Alt, Altstadt und Neustadt, das Irdische und das Himmlische. Jerusalem entwickelt sich, blüht auf und schreitet voran, um weiterhin eine Stadt der Verbindungen zu sein. Ein fröhliches Jerusalem-Fest für alle!“

 

Ayub Kara, drusischer Minister:

„Jerusalem – das ist für mich König David bis zum Sechstagekrieg, als Moshe Dayan, Jitzhak Rabin und Usi Narkiss durchs Löwentor in die Altstadt gehen. Und natürlich das bewegende Lied „Jerushalajim shel Sahav“, gesungen von der lieblichen Stimme Shuli Nathans.“

 

 

Danny Danon, Israels UN-Botschafter:

„Für mich ist Jerusalem das schlagende Herz des jüdischen Volkes. Die Stadt symbolisiert all das, was gut und besonders in unserem Volk ist. Tausende Jahre, gefüllt mit Werten und mit Glauben. Auch nach tausenden Besuchen bin ich immer wieder neu begeistert, wenn ich mich den Mauern der Altstadt nähere. Jerusalem war, ist und bleibt unsere ewige Hauptstadt, die Feuersäule vor dem Lager.“

 

Ahmed Tibi, arabischer Knesset-Abgeordneter:

„Al-Kuds (arabisch für Jerusalem, d.Red.) ist die Perle in der Krone und die Hauptstadt des zukünftigen palästinensischen Staates. Sie ist eine komplexe, eine schwere Stadt, aber voller Zauber und Heiligkeit. Ich kenne ihre Wege, ihre Mauern und ihre Geschäfte. Ich kann den Weg zur Al‑Aksa-Moschee mit geschlossenen Augen gehen. Sie wurde niemals vereinigt, sondern 1967 erobert. Die traurige „Stadt des Friedens“ ist das Herz des Konflikts, aber auch dessen Lösung. Ich liebe Fairuz, die libanesische Sängerin. Alle ihre Songs sind wunderschön, aber der Song „Al-Kuds Al-Atika – das Antike Jerusalem“ (auch unter dem Titel Blume der Städte bekannt) ist der kraftvollste von allen.“

 

Zeev Elkin, Minister für Jerusalem-Angelegenheiten:

„Jerusalem ist eine erstaunliche Stadt, die den Kern der Geschichte des Volkes Israel birgt. Ihre demographische Beschaffenheit ist eine Herausforderung für den Staat. So, wie Jerusalem heute aussieht, wird Israel morgen aussehen. Jerusalem ist wie ein Labor. Sie hat in den letzten Jahren wichtige Schritte in Richtung Zukunft getan, nicht nur wegen ihrer Wurzeln. Sie wurde zu einer weltweit führenden Stadt auf dem Gebiet der Start-Up-Firmen – etwas, das scheinbar gar nicht zum Image Jerusalems passt. Es ist noch viel zu tun.“

Amir Peretz, ehemaliger Verteidigungsminister:

„Es gibt nichts Höheres als Jerusalem in unserem nationalen Gedächtnis, sie ist der Traum von Generationen. Das jüdische Volk blickte immer nach Jerusalem hin. Wir beten: „Im nächsten Jahr im aufgebauten Jerusalem“. Die Hauptstadt Israels wird dann erbaut sein, wenn Friede und soziale Gerechtigkeit in ihr herrschen. Das ist mein Gebet.“

 

 

Beverly Barkat, Ehefrau des Jerusalemer Bürgermeisters:

 

Mein Jerusalem

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unter kraftvoll-gewaltsamen Zusammenstößen, die die Seele einengen,

im Angesicht von Zärtlichkeit und Mitgefühl, die atmen lassen.

Vielfältige visuelle Geschmacksrichtungen ermutigen zu ergiebigem Dialog

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mit multikulturellem Spektrum, sich von allen Ecken der Welt her erstreckend

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Gedanke, Bewegung, Aktion.

Verschiedenste Charakteristika kommen zusammen, bündeln die Information,

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Jerusalem ist Eins.

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