„Und du hast das Leben gewählt“

26,50

Als ein Geschenk für den lieben Freund in Israel. Buch von Anat Schneider

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Beschreibung

Sprache: Hebräisch

Ich freue mich sehr, Euch mitteilen zu können, dass mein Buch „Und du hast das Leben gewählt“ auf Hebräisch erschienen ist. Der Vertrieb des Buches läuft derzeit auf Hochtouren. Es ist ein Buch, das aus dem persönlichen Bedürfnis heraus entstanden ist, die Thora für das tägliche Leben zugänglich zu machen. Buchstäblich lesen und verstehen, was die Botschaft des Wortes Gottes ist und was sie mich über mein Leben lehren soll.

Während ich an diesem Buch arbeitete, hat sich die Thora tatsächlich für mich in ein Buch des Lebens verwandelt. Ich verstand in der Tiefe die Ewigkeit und die Wunder der Worte des lebendigen Gottes. Und das ist es, was ich durch mein Buch an die Leser weitergeben will.

„Und du hast das Leben gewählt“ enthält alle wöchentlichen Thoraabschnitte, die fünf Bücher der Thora. Ich habe die Auszüge in einer anderen Reihenfolge geordnet, entsprechend der tiefen Fragen, die sich daraus ergeben. Das Buch selbst ist, wie die Thora, in fünf Teile gegliedert. Fünf Kategorien, die die Reihenfolge unserer Entwicklung als menschliche Wesen widerspiegeln: Entscheidung, Bewusstsein, Glaube, Führung, Liebe. Die fünf Säulen des Bewusstseins. Die Wahl ist der Ausgangspunkt, und sie führt zum Bewusstsein. Wenn wir die Wahl haben und uns dessen bewusst sind, entsteht in uns das Bedürfnis, Glauben zu entwickeln. Der Glaube ist es, der die Figuren in der Bibel antreibt, und er ist es, der uns als menschliche Wesen antreibt. Wenn wir glauben und in vollem Glauben unseren Weg gehen, entwickelt sich in uns die Fähigkeit, zu führen und die Verantwortung für unser Handeln zu übernehmen. Wenn diese vier Eigenschaften in uns verwurzelt sind, wird Liebe nach außen gerichtet. Sie wird zu unserer Natur. Liebe ist der Sauerstoff, der uns nährt. Uns wird befohlen, unseren Gott von ganzem Herzen und mit all unserer Kraft zu lieben. Wenn wir lieben, strahlt die Liebe aus uns heraus, wodurch wir den Kreis der Liebe vergrößern. Und das ist die ganze Thora. Diese Ordnung ist aus einem tiefen Verständnis der Struktur der menschlichen Psyche entstanden und sie drückt einen universellen Prozess aus, den ein Mensch in seinem Leben durchläuft. Das Buch wird derzeit ins Deutsche übersetzt und vermutlich im Frühjahr 2022 gedruckt werden können.

Als ich im Oktober auf dem Israel Happening in der Schweiz war, habe ich den Teilnehmern das Buch vorgestellt. Ich war sehr überrascht, dass im Laufe der Tage einige Menschen auf mich zukamen und das Buch kaufen wollten, für ihre Freunde und Bekannten, die in Israel leben und Hebräisch sprechen. Das hat mich sehr bewegt. Und es hat mir zu verstehen gegeben, dass es sich lohnen könnte, es jetzt allen zum Kauf anzubieten, als ein Geschenk für den lieben Freund in Israel.
Anat Schneider

Auszug aus dem Buch:

Lech Lecha – Geh hinaus“

„Der Herr aber hatte zu Abram gesprochen: Geh hinaus aus deinem Land und aus deiner Verwandtschaft und aus dem Haus deines Vaters in das Land, das ich dir zeigen werde!“ (1. Mose 12)

Der Ruf „Lech Lecha – Geh hinaus!“, wie ihn Abraham hörte, war keine Einladung zu einem kurzweiligen Abenteuer. Wenn wir in den Text eintauchen, verstehen wir, wie tiefgründig dieses Gebot war und warum Abrams Reaktion ihm den Titel „Vater des Glaubens“ einbrachte.

„Lech Lecha“ könnte auch übersetzt werden mit „Geh in dich“ oder „Geh für dich“. Das Gebot besteht nicht nur darin, an einen bestimmten Ort zu gehen. Es beinhaltet auch die Anweisung, an den verborgenen Ort in uns zu kommen, der unsere Lebenserfahrungen verkörpert. „Lech Lecha“ ruft dazu auf, sein Zuhause zu untersuchen. Welche Muster existieren in uns? Welches Muster dient uns nicht mehr, was muss an unserem Verhalten geändert werden?

Veränderung ist wirkliche Arbeit an uns selbst. Wir haben keine andere Arbeit, es ist die Arbeit, die Gott von uns verlangt – sich ständig weiterzuentwickeln, zu lernen, zu erweitern, zu wachsen. „Lech Lecha“ ist ein Ausdruck des Zusammenkommens, der Anerkenntnis unserer selbst. Wir sind für unsere Situation verantwortlich, zum Guten oder Schlechten. Die im „Lech Lecha“ verkörperte Arbeit des tiefen Bewusstseins stellt uns vor die Wahl, was wir hinter uns lassen wollen.

Zwei einfache Wörter sind tatsächlich ein Aufruf zu einem bewussten Leben. „Lech Lecha“ ruft es in dich hinein, in die Orte, die in dir verborgen sind, „Lech Lecha“ zu deiner Mission, die nur aus einer tiefen inneren Verbindung möglich ist, „Lech Lecha“ zum Unbekannten: Geh und triff dich selbst, zum Guten oder Schlechten!

Einer der Namen Gottes ist „Makom“ – Ort, Platz. Wenn wir mit dem inneren Ort in uns verbunden sind, sind wir mit der göttlichen Stimme in uns verbunden, einer Stimme, die immer unser höchstes Wohl will. Es ist eine leise Stimme, und wenn wir lernen, auf sie zu hören, wird sie in unserem Leben präsent und führt uns an Orte, die gut für unsere Entwicklung sind.

Ein Beispiel für die doppelte Bedeutung des Wortes „Ort“ ist im Buch Esther zu finden. Als Mordechai Esther zumutet, sich um des jüdischen Volkes willen in Gefahr zu begeben, sagt er: „Wenn du zu diesem Zeitpunkt schweigst, wird Erlösung für die Juden von einem anderen Ort kommen.“ Ist hier ein Ort gemeint oder spricht Mordechai von Gott?

Wenn wir mit diesem Ort verbunden sind, wallt Freude in uns auf. Wir erhalten ein Zeichen, dass dies unser vollkommener Zustand ist. Dann habe ich das Gefühl, dass ich mich wie Sterne am Himmel vervielfache. Dies tritt nur auf, wenn der Glaube in mir ist, dass es mehr gibt, als das Auge sieht.

Aber zurück zu Abram: Das Gebot bleibt nicht beim „Lech Lecha“ stehen. Es ruft zum Ausstieg aus dem Bekannten und der Bequemlichkeit, aus dem „Haus deines Vaters“. Das Verlassen der Komfortzone ist nicht einfach, aber für die Entwicklung notwendig.

Ich erinnere mich noch, wie meine Kinder aus dem Haus gingen. In Israel treten die meisten jungen Männer und Frauen im Alter von achtzehn Jahren in die Armee ein. Meine Kinder waren Offiziere und ihr Dienst dauerte fast fünf Jahre. Nach Ende des Armeedienstes kehrten sie nach Hause zurück und stellten fest, dass das Haus nicht mehr so komfortabel war, wie früher und dass sie sich verändert hatten. Sie waren jetzt Erwachsene, die ihren Platz finden sollten und auch wollten.

Und das ist keine einfache Sache. Ein solcher Schritt erfordert Geld, Disziplin, Ehrgeiz, Motivation und Selbstvertrauen. Trotz aller Schwierigkeiten half ihnen das Verlassen der Komfortzone, sich selbst zu entdecken, zu entwickeln und den eigenen Weg zu finden.

Wenn wir nun lesen „Geh aus deinem Land und aus deiner Verwandtschaft und aus dem Haus deines Vaters“ verstehen wir, wie stark Abrams Glaube war. Abram, das große Glaubensvorbild, war bereit zu der zweifachen Reise: sein inneres Selbst zu suchen und sich auf eine äußere Reise zu begeben. Die Veränderung, die er selbst durchlief, manifestierte sich auch in der Wandlung seines Namens: „Darum sollst du nicht mehr Abram heißen, sondern Abraham soll dein Name sein; denn ich habe dich zum Vater vieler Völker gemacht.“ (1. Mose 17,5)

Zusätzliche Informationen

Gewicht 0.380 kg