Auch in Israel, obwohl man die Beziehung zwischen ihm und dem jüdischen Volk wohl „kompliziert“ nennen darf.
Ein „christlicher Zionist“ wurde Graham ohne Zweifel zu Recht genannt. Er sah den modernen Staat ganz klar als Erfüllung biblischer Verheißung an. Graham ließ seiner Überzeugung auch Taten folgen, was ein Grund dafür ist, warum die überwältigende Mehrheit amerikanischer evangelikaler Christen felsenfest an der Seite des jüdischen Staates steht.
1960 leitete Graham eine vielbeachtete Tour durch Israel, die dabei half, einen geistlichen Fokus vieler Gemeinden in ganz Amerika auf den jüdischen Staat lenken. Auf israelischem Boden erklärte Graham gegenüber Golda Meir, die damals Außenministerin war, er habe nicht die Absicht, Juden vom Judentum abzukehren. Noch Jahre später lehnte Graham öffentlich eine interdenominationelle gemeindliche Kampagne ab, die Juden in Amerika bekehren sollte. Sein Argument: „Ich glaube, dass Gott immer eine besondere Beziehung mit dem jüdischen Volk hatte. Im Rahmen meiner evangelistischen Bemühungen habe ich nie den Ruf verspürt, die Juden als Juden auszumachen.“
1967 bewies Graham, dass er nicht nur ein...
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