Syrischen Zivilisten, die sich vor einer neuen Militäroffensive der eigenen Regierung und ihren russischen Verbündeten auf der Flucht befinden, haben damit begonnen, sich an der Grenze zu den israelischen Golanhöhen zu versammeln.
Sie sagen, dass es am sichersten sei, sich so nah wie möglich in der Nähe der israelischen Sicherheitskräfte aufzuhalten, wohl deshalb, weil sich der syrische Diktator Bashar Assad und Russland sich davor hüten, Israel weiter in den blutigen Bürgerkrieg zu verwickeln.
Das Assad-Regime ist seit einiger Zeit sehr zuversichtlich, nachdem es ihm gelungen ist, mithilfe der Russen den größten Teil von Damaskus und seinen Vororten zurückzugewinnen.
Nun möchte Assad diese offizielle Rebellion beenden (die zum größten Teil icht mit dem Kampf gegen ISIS und anderen dschihadisischen Gruppen zu tun hat), inde, er die letzte große Hochburg der Rebellen, die Daraa-Region im Südwesten Syriens, zurückerobert.
Die Daraa-Region grenzt an Jordanien und Israel. Über Daraa haben mehr als eine halbe Million Syrer die Grenze überquert, um in Jordanien Zuflucht zu finden. Aber das Haschemitische Königreich hat jetzt gesagt, dass nun damit Schluß sei.
Jordanien hat diese Woche offiziell seine Grenze für weitere syrische Flüchtlinge geschlossen. Es war der denkbar schlechteste Zeitpunkt für die Bewohner von Daraa, als Regimegegner und russische Kampfflugzeuge wahllos alles , was in Sichtweite war, bombardierten, um sich auf einen großen militärischen Vorstoß in die Region vorzubereiten.
Waseem Kiwan, ein Bewohner der Stadt Daraa, sagte der Nachrichtenagentur AP, dass die Russen alles bombardieren, einschließlich Krankenhäuser und UN-Einrichtungen. Infolgedessen meinen viele dieser Syrer jetzt, dass der „sicherste Ort die Grenze zu Israel sei, weil das Regime und die russischen Flugzeuge das Gebiet nahe der israelischen Grenze nicht angreifen könnten, sagte Kiwan.
Ein anderer AUgenzeuge, Qalaat Al Mudiq, veröffentlichte in seinem Twitter-Profil Fotos und Videos der Kämpfe in Daraa sowie der Migration von Syrern nach Israel:
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S. #Syria: civilians displaced due to Assad & #Russia|n bombardment amassing near border with #Golan. https://t.co/qNhHVRPp4u pic.twitter.com/AGnDtCUNNl
— Qalaat Al Mudiq (@QalaatAlMudiq) 25. Juni 2018
Das ist eine bemerkenswerte Entwicklung, wenn man bedenkt, dass die meisten Syrer in der Überzeugung aufgewachsen sind, dass Israelis blutrünstige und gnadenlose Feinde sind.
Man sieht, dass sehr viele Menschen solche Lügen nicht mehr glauben, die grosse Zahl verwundeter Syrer, die in Israel medizinische Hilfe suchen, sind ein Beweis dafür.
Bild: Trotz der offiziellen Kriegsführung hat der Grenzübergang Quneitra Tausenden von Syrern Zugang zu medizinischer Versorgung gewährt. Wird der jüdische Staat nun seine Tore für eine noch größeren Zahl syrischer Flüchtlinge öffnen? (Foto: Flash90)




