Israel

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Israel Heute Morgen – Zurück in den Alltag

Wir sind ein besonderes Land. Wo sonst kehrt man fast sofort in den Alltag zurück, nachdem zuvor nicht weniger als 130 Raketen und Mörsergranaten auf einen abgeschossen worden waren. Gibt es ein Land, das sich so etwas gefallen lassen würde? Diese Frage wurde auch dem Sicherheitsrat gestellt, der es nicht schaffte, den Raketenbeschuss zu verurteilen.

Guten Morgen liebe Leser!
Immer wieder wundere ich mich, wie schnell die Zeit vergeht. Heute haben wir schon den 1. Juni. Das ist der Monat, an dem der Sommer beginnt. Doch ausgerechnet jetzt ist es deutlich kühler geworden. Es ist zur Zeit sogar kühler als in vielen Orten in Deutschland, was nun wirklich nicht oft vorkommt. Auch, dass es noch immer zu leichten Regenschauern kommen kann, ist alles andere als normal für den Monat Juni. Aber auch der Mai war ja, was das Wetter betrifft, nicht unbedingt normal.

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Teilweise bewölkt mit der Möglichkeit von vereinzelten Regenschauern und Gewittern im Norden des Landes. Die Temperaturen sind für die Jahreszeit zu niedrig. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 24 Grad, Tel Aviv 26 Grad, Haifa 24 Grad, Tiberias am See Genezareth 32 Grad, am Toten Meer 36 Grad, Beersheva 30 Grad, Eilat am Roten Meer 36 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist um einen weiteren Zentimeter gesunken und liegt jetzt bei -213.45 m unter dem Meeresspiegel.

Und weil die Zeit so schnell vergeht, haben wir heute auch schon wieder Freitag, Wochenende, der Shabbat steht vor der Tür. Und nein, ich war heute noch nicht draußen zum Einkaufen. Da ich gestern schon etwas auf dem Machane Jehuda Markt in Jerusalem eingekauft hatte, fehlt heute nicht mehr so viel, so dass ich diesen kleinen Einkauf etwas später erledigen werde.

Diese Woche war leider alles andere als ruhig, ich meine damit die Ereignisse im Süden am Gazastreifen. Doch jetzt ist es wieder ruhig, überall ist der Alltag wieder eingekehrt. Wir sind gut darin, im schnellen Umschalten auf den Alltag. Ganz egal, was vorher passiert war. Können Sie sich ein anderes Land vorstellen, auf das noch vor zwei Tagen bis zu 130 Raketen und Mörsergranaten abgefeuert worden sind und seine Bürger heute wieder ganz normal ihrem Alltag nachgehen? Eine ähnliche Frage hatte auch die amerikanische UNO-Botschafterin Nikki Haley die anderen Länder bei der letzten Sitzung des Sicherheitsrates gefragt. Sie fragte, welches Land es sich gefallen lassen würde, das 70 Raketen auf sein Staatsgebiet, auf seine Bürger abgefeuert würden. Gibt es so ein Land? Ich glaube kaum. Dennoch entschied sich der Sicherheitsrat gegen den Vorschlag der USA, den Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen in einer Erklärung zu verurteilen. Schuld daran war Kuwait, die den Vorschlag abgeblockt hatten, was für eine Überraschung. Es ist schon irgendwie verrückt, dass die Welt dadurch quasi offiziell diese Raketenangriffe gegen die Zivilbevölkerung duldet. Was nützt uns dieser Sicherheitsrat, die UNO, wenn diese wegen einiger ihrer Mitgliedsstaaten praktisch unfähig sind, logische Entscheidungen zu treffen. Dasselbe Kuwait wäre sofort mit dabei, wenn es darum geht, Israel wegen seiner Verteidigung seiner Grenzen zu verurteilen. Wir leben in einer komischen Welt, denke ich mir manchmal.

Gestern in Jerusalem: Werbung für “Bodies in Urban Spaces” (Foto: Yonatan SIndel/Flash90)

Wer gestern durch Jerusalem spazierte, wurde bestimmt überrascht, plötzlich Menschen in den ungewöhnlichsten Stellungen und Situationen zu sehen, wie hier auf dem Foto. Mitglieder einer Tanzgruppe machten Werbung für ihre Aufführung Bodies in Urban Spaces des österreichischen Künstlers Wili Dorner im Rahmen des Israel Festival, das zur Zeit in Jerusalem stattfindet. Sie sehen, hier bei uns gibt es viel mehr als das, was Sie vielleicht durch die Medien bei Ihnen erfahren.

Und nun wünsche ich Ihnen ein angenehmes Wochenende und einen gesegneten Shabbat. Machen Sie es gut.

Shabbat Shalom aus Modiin!

Dov

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