Guten Morgen liebe Leser!
Und wieder beginnt eine neue Woche, der August, der doch gerade erst begonnen hatte, ist fast schon wieder vorbei. Das bedeutet nicht nur, dass sich der Sommer so langsam seinem Ende nähert, sondern auch, dass das neue Schuljahr in ein paar Tagen beginnen wird, in 12 Tagen, um genau zu sein.
Es wird Zeit, unseren Sohn wieder in die israelische Zeitzone zurückzubringen. Er lebt momentan nach ganz anderen Zeiten, etwa zwei oder drei Stunden nachdem er ins Bett geht, muss ich schon wieder aufstehen. Das muss jetzt langsam geändert werden. Er hat den Sommer sehr viel am Computer verbracht. Oft haben wir ihm gesagt, dass es Zeit für eine Pause sei, er wäre viel zu lange vor dem Bildschirm.
Doch vor einiger Zeit überraschte er uns mit der Nachricht, dass er sich zusammen mit zwei anderen „Mitspielern“ eines Videospiels, „Rocket League“, das er schon seit zwei Jahren spielt, für das Halbfinale der „Israelischen Meisterschaften für elektronischen Sport “ qualifiziert hätte. Ja, so etwas gibt es tatsächlich, ich war erstaunt. Mein Sohn und seine zwei Mitspieler haben mehrere Spiele gegen andere Mannschaften erfolgreich gespielt und wurden nun zur Endrunde eingeladen, die vor einem echten Publikum in der Kulturhalle von Rishon LeZion abgehalten wurde. An drei Tagen wurden dort die israelischen Meister in verschiedenen Videospielen ermittelt. Die Sieger werden Israel dann bei den Weltmeisterschaften in Korea vertreten. Was es so alles gibt. Und dafür musste sich mein Sohn natürlich vorbereiten, plötzlich unterstützte ich ihn bei seinem „Training“ am Computer vor der Meisterschaft

Die Spiele wurden live im Internet übertragen und auch am Wochenende im Fernsehen erwähnt. Leider haben es unser Sohn und seine Mitspieler nicht geschafft, ins Finale zu kommen. Aber auch der dritte Platz ist doch etwas schönes. Übrigens scheint Israel eine wahre Großmacht zu sein, was Videospiele betrifft, einige israelische Spieler spielen ganz oben mit. Es gibt sogar eine “Mannschaft” eines bestimmten Spiels, die einen Trainer aus Korea engagiert haben, der sie auf die Weltmeisterschaft in Korea vorbereitet. Das alles war mir neu.
Doch nun zurück in die reale Welt und zum Wetter. Ich persönlich freue mich auf den Herbst, der bald beginnen wird, vom Sommer habe ich dieses Jahr genug. Aber bis es sich endlich mal so richtig abkühlen wird, wird es noch eine Weile dauern. Auch heute werden bei uns zuhause in Modiin Höchsttemperaturen um die 34 Grad erwartet. Hier in Jerusalem ist es ein ganz wenig „kühler“.
Und hier ist das Wetter für heute in Israel:
Heiter bis wolkig mit für die Jahreszeit etwas zu hohen Temperaturen. An der Küste schwül. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 31 Grad, Tel Aviv 31 Grad, Haifa 30 Grad, Tiberias am See Genezareth 40 Grad, am Toten Meer 40 Grad, Eilat am Roten Meer 41 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist am Wochenende um weitere drei Zentimeter gesunken und liegt jetzt bei -213.775 m unter dem Meeresspiegel.
In den Nachrichten wurde weiterhin von den Terroranschlägen in Spanien berichtet, dazu kam dann noch die Meldung von dem Anschlag in Finnland. Finnland? Das ist neu, es hatte noch nie einen Terroranschlag dort gegeben. Wir kann so etwas im schönen Finnland passieren, dachte ich mir. Aber ich schrieb ja schon am Freitag, dass der Terror überall auf der Welt zuschlagen könne. Für Israel beruhigende Nachrichten gab es aus Spanien, auch der letzte israelische Tourist, mit dem man noch keinen Kontakt hatte, hat sich gemeldet, bei dem Anschlag selbst wurde eine Israelin zum Glück nur leicht verletzt. Auch ein ehemaliger Kollege von mir war zu der Zeit mit seiner Familie in Barcelona und zum Zeitpunkt des Anschlages zum Glück an einem anderen Ort.
Und nun wünsche ich Ihnen einen angenehmen und friedlichen Sonntag, wir beginnen die neue Arbeitswoche und arbeiten schon fleißig an der Oktober-Ausgabe von Israel Heute. Machen Sie es gut.
Shalom aus Jerusalem!
Dov




