Guten Morgen liebe Leser!
Gestern war ein sehr heißer Tag. Je mehr ich mich auf meiner Heimfahrt Modiin näherte, desto weiter kletterte das Thermometer nach oben. Als ich zuhause angekommen war, zeigte mir das Thermometer 43 Grad an. Es war klar, dass es ohne Klimaanlage nicht geht, zum Glück werde ich die nächste Stromrechnung erst nach dem Sommer bekommen, ich denke jetzt lieber noch nicht daran. Ab morgen soll es dann jeden Tag ein ganz wenig kühler werden, wobei das Wort kühl eigentlich nicht passt. Aber ich bin mir sicher, dass es bis zur nächsten Hitzewelle nicht allzu lange dauern wird.
Und hier ist das Wetter für heute in Israel:
Heiter mit einem leichten Rückgang der Temperaturen. Weiterhin heiß und trocken (Sharav) in fast allen Teilen des Landes. An der Küste schwül. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 34 Grad, Tel Aviv 31 Grad, Haifa 31 Grad, Tiberias am See Genezareth 42 Grad, am Toten Meer 42 Grad, Eilat am Roten Meer 44 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist um einen weiteren Zentimeter gesunken und liegt jetzt bei -213.455 m unter dem Meeresspiegel.

Heiß her ging es gestern auch an den Eingängen zum Tempelberg, nachdem dort sogenannte „Magnetometer“-Tore aufgestellt worden waren, um eventuell mitgeführte Waffen aufzuspüren. Viele der Moslems, die gestern wieder zum Gebet auf den Tempelberg kommen konnten, weigerten sich, durch das Magnetometer-Tor zu gehen, allen voran der Mufti von Jerusalem und seine Mitarbeiter. Dieser wurde dann von Polizisten durch ein Seitentor zum Tempelberg begleitet. Man wollte Unruhen vermeiden. Jede Veränderung vor und auf dem Tempelberg, wird von den Arabern strikt abgelehnt, da man sich auf die Einigung beruft, den Status Quo zu bewahren. Auch, als auf dem Berg Sicherheitskameras installiert wurden, gab es eine Welle der Empörung. Aber was sollen wir den machen? Wie sonst kann man das Hereinschmuggeln von Waffen auf den Tempelberg vermeiden. Es sollte doch im Interesse beider Seiten sein, das für Ruhe und Sicherheit gesorgt wird. Am Eingang zur Klagemauer haben wir schon seit einer Ewigkeit Metalldetektoren und Sicherheitskameras. Das gibt ein Gefühl der Sicherheit. Aber wenn man immer nur den Streit und die Auseinandersetzung sucht, ist klar, dass es jetzt nicht ruhig sein wird auf dem Tempelberg. Ich hoffe sehr, dass wir jetzt wieder friedlichere Tage bekommen werden. Ich möchte gerne mal wieder in die Altstadt und an die Klagemauer. Dann werden Sie mich natürlich dabei begleiten können.
Unser letzter gemeinsamer Spaziergang durch Jerusalem ist schon eine Weile her. Jetzt, wo die August/September-Ausgabe unseres Israel Heute-Magazins in den Druck geschickt worden ist, habe ich wieder etwas Zeit für ein paar Spaziergänge. Ja, liebe Leser, die neue Ausgabe von Israel Heute ist fertig und wird dann in der kommenden Woche sicher die Briefkästen unserer Abonnenten erreichen. Ich bin sehr zufrieden mit dieser Ausgabe und bin mir sicher, das für jeden etwas Interessantes dabei ist. Wenn Sie Interesse an ein Abo haben, so können Sie sich hier über die verschiedenen Abo-Angebote informieren. Ich hoffe, sie haben Verständnis für ein wenig Werbung für unser Magazin. Ich würde gerne, den Leserkreis von Israel Heute erweitern, unser Magazin und auch diese Internetseite bekannter machen Und da können Sie uns sehr hilfreich sein.
Gerade jetzt nach dem Anschlag auf dem Tempelberg konnten wir wieder sehen, wie wichtig es ist, vom Ort des Geschehens informiert zu werden, was da teilweise und vor allem wie in den deutschen Medien berichtet wurde, war schon haarsträubend. Allerdings habe ich persönlich nicht beim ZDF angerufen. Ich hatte so etwas früher gemacht, aber eigentlich sehr erfolglos. Warum sollte man auch auf einen Anrufer aus dem weiten Israel reagieren. Auch habe ich gemerkt, dass es sehr schwer ist, Menschen davon zu überzeugen, dass nicht immer alles so ist, wie berichtet wird. Viele wollen einfach bei ihrer Wahrheit bleiben, ob sie nun richtig ist oder nicht, scheint egal zu sein. Wenn aber eine große Zahl von Zuschauern sich bei den Medien melden würden, vielleicht könnte man dann doch etwas erreichen.
In der Hoffnung auf einen friedlichen Sommer wünsche ich Ihnen jetzt einen angenehmen Montag und einen guten Start in die Arbeitswoche. Machen Sie es gut.
Shalom aus Jerusalem!
Dov




