Es wäre ein großer Schritt für den Staat Israel: Bald könnte ein Roboter aus dem Heiligen Land auf dem Mond unterwegs sein und von dort Fotos und Videos zur Erde schicken. Israels Raumfahrtorganisation SpaceIL möchte den „Google Lunar Xprize“ gewinnen. Er ist mit 20 Millionen Dollar dotiert und wird an die erste private Organisation vergeben, die es bis zum 31. September 2017 schafft, einen Roboter zum Mond zu bringen.
Eine weitere Voraussetzung ist, dass der Roboter 500 Meter auf dem Mond zurück legt. SpaceIL hat nun einen Vertrag mit dem amerikanischen Raumfahrtunternehmen SpaceX unterzeichnet, das das unbemannte Objekt mit einer Trägerrakete bis zur Mondumlaufbahn bringen will. Damit ist die israelische Organisation die erste der insgesamt 16 Wettbewerber, die für ihren Roboter den Flug zum Mond organisiert hat.
Um die Vertragsunterzeichnung zu feiern, haben sich der israelische Präsident Reuven Rivlin, der Minister für Wissenschaft Ofir Akunis und andere Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft in der Präsidentenresidenz getroffen. In der Residenz bewunderten die geladenen Gäste den Prototyp des Mondroboters, allerdings in einer kleineren Variante. Aber so konnten die Anwesenden einen ersten Eindruck gewinnen.
Google hat den Preis ausgerufen, um „radikale Durchbrüche zum Nutzen der Menschheit“ anzuregen. Deshalb sollten nicht nur Regierungen, sondern auch Einrichtungen und Organisationen motiviert werden, technologische Fortschritte zu machen. Da war es fast klar, dass Israel an dem Wettbewerb teilnimmt. Der israelische Milliardär Morris Khan, einer der Hauptsponsoren des israelischen Teams, wies darauf hin, dass der Roboter die Aufschrift „Am Israel Chai“ trägt. Übersetzt heißt das „Das Volk Israel lebt“. Khan möchte Israel international zu größerem Ansehen verhelfen und die Jugend ermutigen, sich mit moderner Technologie zu beschäftigen.
Bild: So sieht der israelische Roboter aus, der auf dem Erdtrabanten unterwegs sein soll. Foto: SpaceIL




