Israel

Israel

Erneut Messerangriff in Jerusalem: Gewaltspirale dreht sich weiter

Neuer Terroranschlag in Jerusalem: Eine 18 Jahre alte Palästinenserin hat heute auf einen Juden eingestochen, der in der Nähe des Löwentors in der Altstadt unterwegs war (Bild). Der Mann (36) erlitt zwei Stichwunden im Rücken. Doch er hatte eine Pistole dabei und schoss auf die Terroristin, die lebensgefährlich verletzt wurde. Bei Kiryat Gat wurde am Mittag ein Palästinenser erschossen, der auf einen Soldaten einstach und dessen Waffe rauben wollte. Aus dem ganzen Land werden weiterhin gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen Palästinensern und israelischen Sicherheitskräften gemeldet.

UPDATE: Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hat wegen der angespannten Sicherheitslage seinen Deutschlandbesuch abgesagt. Er wollte ursprünglich mit der Hälfte seines Kabinetts am Donnerstag nach Berlin fliegen.

Neuer Terroranschlag in Jerusalem: Eine 18 Jahre alte Palästinenserin hat heute auf einen Juden eingestochen, der in der Nähe des Löwentors in der Altstadt unterwegs war (Bild). Der Mann (36) erlitt zwei Stichwunden im Rücken. Doch er hatte eine Pistole dabei und schoss auf die Terroristin, die lebensgefährlich verletzt wurde. Bei Kiryat Gat wurde am Mittag ein Palästinenser erschossen, der auf einen Soldaten einstach und dessen Waffe rauben wollte. Aus dem ganzen Land werden weiterhin gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen Palästinensern und israelischen Sicherheitskräften gemeldet.

Am frühen Morgen ist es zu einem weiteren schweren Zwischenfall an der Straße zwischen Jerusalem und der Siedlung Tekoa gekommen. Dort warfen nach Augenzeugenberichten etwa 40 maskierte Palästinenser Steine auf das Auto einer jüdischen Frau (38) und versuchten sie aus ihrem Wagen zu zerren. Siedler aus der Umgebung wurden auf den Vorfall aufmerksam und schossen auf die Angreifer. Ein 18-Jähriger wurde dadurch schwer verletzt. Insgesamt wurden sieben Autos durch Steinwürfe beschädigt. Die Bewohner der Siedlung wurden von den Behörden angewiesen, vorerst in ihren Häusern zu bleiben. Die Armee fahndet in der Region nach weiteren Tätern.

Alleine am Dienstag wurden bei Auseinandersetzungen zwischen gewalttätigen Palästinensern und israelischen Sicherheitskräften mindestens 50 Palästinenser, drei Soldaten, drei Polizisten und ein Baby verletzt. Unruhen gab es nicht nur in Jerusalem, Judäa und Samaria, sondern auch im Tel Aviver Stadtteil Jaffo. Nach Polizeiangaben gab es auch mehrere Vorfälle, bei denen jüdische Siedler Palästinenser angriffen, um für die Vorfälle der vergangenen Tage Rache zu nehmen.

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu versprach, er werde die Ordnung wiederherstellen. Er ordnete an, im ganzen sogenannten Westjordanland Videokameras zu installieren. Alle wichtigen Kreuzungen würden künftig überwacht. Zudem geht der Regierungschef gegen die arabischen Ladenbesitzer vor, die dem Terroropfer Adele Bennett nicht halfen, sondern die verletzte Frau verhöhnten oder sie ignorierten (Israel Heute berichtete). Die Geschäftsinhaber müssen sich wegen unterlassener Hilfeleistung verantworten, ihren Läden droht die Schließung.

In einem Interview mit der linksgerichteten Tageszeitung Ha’aretz erklärte Palästinenserpräsident Mahmud Abbas, er habe kein Interesse an einer Ausweitung der Gewalt. Für die jüngste Eskalation sei die israelische Regierung verantwortlich wegen ihrer „Aggression gegen die Al Aksa-Moschee und die Gläubigen dort.“ Abbas erinnerte an die Ermordung eines arabischen Jugendlichen durch Israelis im Juli 2014 und an den Brandanschlag von Duma, der drei Tote forderte und der angeblich von jüdischen Extremisten verübt wurde. Abbas erklärte, man könne von den Palästinensern nicht erwarten, dass sie auf diese Morde und die fortgesetzten Aggressionen der jüdischen Siedler nicht reagierten. Von den Terrorakten gegen jüdische Zivilisten distanzierte sich der Palästinenserpräsident nicht.

Foto: Yonatan Sindel (Flash 90)

About the author

Patrick Callahan

This is an example of author bio/description. Beard fashion axe trust fund, post-ironic listicle scenester. Uniquely mesh maintainable users rather than plug-and-play testing procedures.

Mitglieder

Israel Heute Mitgliedschaft


Digital Monatlich Digital Jährlich Print + Digital (Deutschland) Print + Digital (International)
Preis
6.90
/ Monat

(€82,80 Jährlich)
51,00
/ Jahr
63,00
/ Jahr
73,00
/ Jahr
Voller Zugang zu allen Mitglieder-Inhalten
Gedrucktes Magazin (6 Ausgaben pro Jahr)
Magazin als E-Paper
Exklusive Zoom-Veranstaltungen
Werbefreies Lesen
Kostenloser Probemonat
Ersparnis gegenüber dem Monatsabo - 38,41% / €31,80 23,91% / €31,80 11,84% / €31,80
Effektiver Jahrespreis €82,80 €51,00 €63,00 €73,00

Schreibe einen Kommentar

Anmelden