Mit dem Sonnenuntergang am Sonntag hat für das jüdische Volk das Jahr 5776 begonnen. Der jüdische Kalender zählt die Jahre ab dem Zeitpunkt der biblischen Schöpfung der Welt. Man begeht den Jahreswechsel in Israel traditionell nicht mit Knallern und Feuerwerk, sondern mit einem Gottesdienst. „Schana Tova!“ Das Israel Heute-Team wünscht Ihnen aus Jerusalem ein süßes Neues Jahr voller Frieden und Gesundheit!
Gegessen werden zum Neujahrsfest Rosch Haschana, das zwei Tage lang gefeiert wird, traditionell in Honig getauchte Apfelstücke. Auch Honigkuchen und süßer Wein symbolisieren die Hoffnung auf ein süßes Jahr. Ein weiterer Brauch ist das Essen von Granatäpfeln, die viele Kerne enthalten. Dazu sagt man: „Möge es dein Wille sein, dass unsere Rechte sich wie der Granatapfel mehren.“ Zahlreich wie Granatapfelkerne sollen auch die religiösen Gebote sein, die befolgt werden.
Die geistlichen Inhalte des Festes sind Reue und Buße, Vorbereitung auf den Tag des göttlichen Gerichts und Gebete für ein fruchtbares Jahr. Das Fest hat einen biblischen Ursprung (3. Mose 23, 23-25): „Ein heiliger Tag mit lautem Blasen des Schofar (Widderhorns) zum Gedächtnis.“ Zu den wichtigen Gebräuchen von Rosch Haschana gehört deshalb das Schofar-Blasen während eines ausgedehnten Gottesdienstes.
Rosch Haschana ist aber kein Trauertag, sondern ein Fest, an dem sich die Juden – wegen Gottes Erbarmen – freuen sollen. Es ist der Tag der Forderung, Bilanz zu ziehen über das moralische und religiöse Verhalten im abgelaufenen Jahr, und man tritt mit Gebeten für eine gute Zukunft vor Gott.
Bild: Die traditionellen Symbole des jüdischen Neujahrsfestes. Foto: Hadas Parush (Flash 90)




