Die israelische Hilfsorganisation IsraAID hat ihre Winter-Hilfsaktion für jesidische Flüchtlinge ausgeweitet. Sie sind wegen der Angriffe des Islamischen Staates (IS) in kurdisch kontrollierte Gebiete im Norden des Irak geflohen.Von den Terroristen werden sie als Ungläubige verfolgt, versklavt und ermordet. IsraAID ist bereits seit Monaten im Nordirak tätig. Im vergangenen Jahr haben die Eroberungen des IS im Irak und Syrien zu schätzungsweise 2,1 Millionen Flüchtlingen geführt, von denen mehr als eine Million Unterschlupf in der kurdischen Region des Irak gesucht haben.
Während die Kurden alles getan haben, was in ihrer Macht stand, um die Vertriebenen zu verteidigen, sind die Hilfsmittel aufgrund des ungeheuren Ausmaßes der humanitären Krise nun am Ende.
Die meisten der Flüchtlinge leben in einem Zeltlager, wo es in den kalten Wintermonaten fast unerträglich ist. In dem Lager, in dem IsraAID tätig ist, sind rund 18.000 Jesiden und Christen mittlerweile schon sieben Monate lang zusammengepfercht – Männer, Frauen und kleine Kinder.
IsraAID hat bereits Tausende von Wintersachen geliefert, darunter vor allem Decken und Matratzen. Man will aber noch viel mehr bringen. In den kommenden Monaten will die israelische Hilfsorganisation ihre Verteilbemühungen weiter voranbringen, sowie für Tausende von Jesiden und christlichen Kindern mit Bildungsprogrammen beginnen. Sie leben seit Monaten ohne Schulunterricht und haben auch keine psychologische Betreuung erhalten, die ihnen dabei hilft, das Trauma, das sie erlebt haben, zu bewältigen.
Foto: IsraAID




