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Israelische Armee tötet Hamas-Kommandeure im Gazastreifen

Einer der getöteten Terroristen war nach Angaben der Armee an der Gefangenschaft zahlreicher israelischer Geiseln beteiligt, darunter Noa Argamani und Emily Hand.

Der bei einem israelischen Luftangriff im Gazastreifen getötete Hamas-Kommandeur Ihab Jamil Abu Taqiya war nach Angaben der israelischen Armee an der Gefangenschaft zahlreicher israelischer Geiseln beteiligt. Foto: IDF

Die israelische Armee hat bei einem Luftangriff im zentralen Gazastreifen zwei Kommandeure der Hamas getötet. Einer von ihnen soll zu Beginn des Krieges an der Gefangenschaft zahlreicher israelischer Geiseln beteiligt gewesen sein. Das teilte die israelische Armee am Freitag (30. Oktober) auf ihrer offiziellen Internetseite mit. Der Angriff erfolgte bereits am Donnerstag in der Gegend des Flüchtlingslagers Nuseirat.

Bei dem getöteten Terroristen handelt es sich um Ihab Jamil Abu Taqiya, einen Kommandeur einer Terrorzelle des militärischen Flügels der Hamas. Nach Angaben der Armee war er an der Gefangenschaft mehrerer Israelis beteiligt, die während des Hamas-Massakers vom 7. Oktober 2023 in den Gazastreifen verschleppt worden waren.

Zu den betroffenen Geiseln gehörten nach Angaben der Armee unter anderem Noa Argamani, Emily Hand, Ohad Ben Ami, Almog Meir Jan, Andrey Kozlov, Shlomi Ziv, Maxim Herkin, Segev Kalfon und Yosef Haim Ohana. Auch Raya Rotem, ihre Tochter Hila Rotem Shoshani sowie Alexander Lobanov wurden von der Armee genannt. Lobanov gehörte zu den sechs israelischen Geiseln, die im August 2024 von ihren Entführern in einem Tunnel bei Rafah ermordet wurden.

Bei demselben Luftangriff wurde nach Angaben der Armee auch Ibrahim Gihad Muhammad Abu Oshaiba getötet. Er war Zugkommandeur im militärischen Flügel der Hamas.

Armee wirft Hamas Verstöße gegen Waffenruhe vor

Die israelische Armee erklärte, beide Terroristen hätten während des Krieges und insbesondere in jüngster Zeit Anschläge gegen israelische Soldaten und Zivilisten vorbereitet. Zudem seien sie am Wiederaufbau der militärischen Fähigkeiten der Hamas beteiligt gewesen. Damit hätten sie systematisch gegen die bestehende Waffenruhe verstoßen.

Der Luftangriff habe dazu gedient, die von den beiden Terroristen ausgehende Bedrohung zu beseitigen. Nach Angaben der Armee wurden vor dem Angriff Maßnahmen getroffen, um die Gefahr für unbeteiligte Zivilisten zu verringern. Dazu gehörten der Einsatz von Präzisionsmunition und die Luftüberwachung des Zielgebiets.

Die israelischen Streitkräfte bleiben nach eigenen Angaben weiterhin im Rahmen der bestehenden Vereinbarungen im Gazastreifen stationiert. Sie würden auch künftig gegen unmittelbare Bedrohungen vorgehen.

Weitere Hamas-Terroristen getötet

Bereits am Mittwoch hatten die israelische Armee und der Inlandsgeheimdienst Schin Bet bei zwei weiteren Angriffen in den Gebieten Khan Yunis und Rafah im südlichen Gazastreifen insgesamt vier Hamas-Terroristen getötet.


Unter ihnen befanden sich nach Angaben der Armee ein Mitglied der Nukhba-Eliteeinheit der Hamas sowie ein weiterer Hamas-Kommandeur. Auch diesen Terroristen warf die Armee vor, Anschläge vorbereitet und am Wiederaufbau der militärischen Infrastruktur der Hamas gearbeitet zu haben.

Darüber hinaus meldete die Armee die Zerstörung zweier Waffenlager der Hamas in den Gebieten Al-Bureij und Gaza-Stadt. Dort seien unter anderem Panzerabwehrwaffen, Sprengsätze, Raketen, Kalaschnikow-Gewehre, Handgranaten und Munition gelagert worden.

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Patrick Callahan

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