Sie begleitet Abraham auf seinen Wanderungen, bewegt die Propheten, prägt die Geschichte Israels und beschäftigt bis heute Politiker, Historiker und Theologen. Gerade deshalb lohnt es sich, die biblische Perspektive genauer zu betrachten. Denn überraschenderweise gibt die Bibel auf diese Frage keine einfache Antwort. Aus biblischer Sicht gehört das Land Israel zunächst Gott selbst. Die deutlichste Aussage dazu findet sich in 3. Mose 25,23: „Das Land soll nicht auf Dauer verkauft werden, denn mir gehört das Land, denn ihr seid Fremdlinge und Beisassen bei mir.“
Damit macht die Bibel deutlich, dass selbst Israel nicht der absolute Eigentümer des Landes ist. Das Volk lebt darin aufgrund einer göttlichen Verheißung, doch der eigentliche Besitzer bleibt Gott. Dieser Gedanke zieht sich durch die gesamte Bibel. König David spricht vom Land (1. Samuel 26,19) als der „Erbschaft des HERRN“, und die Propheten erinnern immer wieder daran, dass Israel das Land verlieren kann, wenn es seine moralische und geistliche Verantwortung missachtet. Die Geschichte der beiden Exile zeigt, dass die Bibel das Land niemals als automatisches Eigentum versteht. Selbst Israel...
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